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67 Millionen zu viel kassiert
06. September 2010 23:08; Akt: 06.09.2010 23:46 Print
Streit um Billag-Überschuss
von Antonio Fumagalli - Die Schweizer Haushalte haben für den Radio- und TV-Empfang zu viel Gebühren abgeliefert. Der Bundesrat will das Geld aber nicht sofort zurückerstatten.

Die Schweizer Haushalte haben seit 2007 zu viel bezahlt. (Bild: keystone)
Die Schweizer Gebührenzahler mussten für den Radio- und Fernsehempfang zu tief ins Portemonnaie greifen: Seit 2007 wurden so rund 67 Millionen Franken angehäuft. «Per Gesetz stehen vier Prozent der Einnahmen den Privatsendern zu. Wegen der langen Verfahrenszeit bei der Vergabe der Konzessionen kamen gewisse Sender aber nicht sofort in den Genuss der erhöhten Beiträge», sagt Caroline Sauser vom Bundesamt für Kommunikation. Zudem konnten die Maximalzuschüsse teilweise nicht verteilt werden. SVP-Nationalrat Adrian AmstutzDas Parlament
Adrian Amstutz
SVP, BE
auf MerklisteDetails hat deshalb im Juni eine Motion eingereicht, in der er die unverzügliche Rückgabe des Überschusses an die Bevölkerung mittels einer Gebührensenkung fordert.
Beim Bundesrat stiess er damit allerdings auf taube Ohren: Wie die Regierung gestern verlauten liess, sei die Stossrichtung des Anliegens zwar berechtigt, der Aufwand dafür aber nicht gerechtfertigt. Laut Bundesratsrechnung würden der Billag Mehrkosten von 1,5 Millionen Franken entstehen – bei einer jährlichen Reduktion der Empfangsgebühren um 2.30 Franken pro Haushalt. Er will den «Systemfehler» stattdessen im Rahmen einer Gesetzesrevision beheben.
Motionär Amstutz vermutet allerdings andere Gründe hinter dem Entscheid: «Der Bundesrat sucht verzweifelt nach einem Weg, die Millionen in die Kassen der staatlichen Radio- und Fernsehgesellschaft einfliessen zu lassen. Dies ist nicht akzeptabel und eine billige Verzögerungstaktik.»
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Alle 49 Kommentare




























meldet euch
Meldet euch doch alle bei Billag. Sie sollen zu dem ganzen Stellung nehmen und uns einen Vorschlag unterbreiten, wie das ganze gelöst werden kann. Mal kucken ob sie mit schreiben nachkommen wenn sich ab heute alle wehren...
Wenn das Probleme sind..
Unglaublich wie sich einige User wegen eines Überschusses mit pauschaler Stammtischrhetorik alles und jeden hinterfragen. 67Mio wirken auf den ersten Blick viel, pro CH-Bürger macht es jedoch weniger als Fr. 10.--. Sicher darf man die Billag hinterfragen, aber diese oberflächliche Zwänglerei ("Abzocker", etc.) von einer Vielzahl von Usern machen mir in Bezug auf unser Land, deutlich mehr sorgen.
Billag-Gebühren
Weshalb ist der Aufwand für eine Rückerstattung mittels Rabatt nicht gerechtfertigt? Ich freue mich schon darauf, wenn auf aus dem gleichen Grund mal auf eine Preiserhöhung verzichtet wird! Aber da muss ich wohl noch lange warten...