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02. März 2008 23:15; Akt: 03.03.2008 09:05 Print
Blocher: «Der Bundesrat war ein Haifischbecken»
Kaum aus den Ferien in Chile zurück, schiesst Christoph Blocher wieder gegen seine ehemaligen Kollegen im Bundesrat und sieht sich als Opfer diverser Intrigen.
«Ich habe erst in den Ferien meine Zeit im Bundesrat wirklich verdaut», so Blocher in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag». «Erst jetzt wurde mir klar, wie hinterhältig diese vier Jahre waren: Ich stand unter Dauer-Bespitzelung, war in einem Haifischbecken und Gegenstand unzähliger Intrigen.»
Mehr als einen Seitenhieb kassierte Blochers Parteikollege Samuel Schmid: Die Armee sei in einem «himmeltraurigen» Zustand, so der 67-Jährige. Und auf die Frage, ob er das Ruhegehalt, das den alt Bundesräten zusteht, annehmen wird, antwortete der Milliardär: «Wenn ich es nicht beziehe, dann geben sie den Chlotz in Bern für Dümmeres aus.»
SP-Fraktionschefin Ursula WyssDas Parlament
Ursula Wyss
SP, BE
auf MerklisteDetails ist ob den harschen Worten wenig erstaunt: «Die pauschalen Anschuldigungen zeigen, wie verbittert Blocher ist.» Er habe offensichtlich die Abwahl alles andere als verdaut. Für Ulrich GiezendannerDas Parlament
Ulrich Giezendanner
SVP, AG
auf MerklisteDetails hingegen ist Blochers «Vergangenheitsbewältigung absolut nachvollziehbar und richtig». Der SVP-Mann fordert den Bundesrat auf, zu den Intrige-Vorwürfen Stellung zu beziehen.
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