21. Juli 2006 10:15; Akt: 21.07.2006 10:15 Print

SVP will neue AKWsSVP will neue AKWs

Die SVP setzt in der Energiepolitik auf einen Ausbau der Atom- und der Wasserkraft. Die Schweiz sollte ihren wachsenden Strombedarf aus eigener Produktion decken.

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Die SVP warnt vor einer Elektrizitäts-Versorgungslücke ab 2020, wenn einerseits die Lieferverträge mit den französischen AKW und andererseits die Betriebsbewilligungen für die schweizerischen AKW Beznau und Mühleberg auslaufen. Und der Strombedarf werde weiter wachsen.

Energie könnte auf der internationalen Bühne zu einem Druckmittel werden, wie das beim Oel und beim Erdgas bereits der Fall ist. Die Schweiz müsse daher punkto Stromversorgung möglichst unabhängig vom Ausland werden. Dazu seien nun die nötigen Schritte zu ergreifen.

Die SVP möchte zu diesem Zweck die bereits bestehenden Hauptenergiequellen der Schweiz, die Atomkraft und die Wasserkraft, besser nutzen. Heute liefern diese Enertieträger 40 respektive 55 Prozent des schweizerischen Strombedarfes.

Wasser gebe es in Hülle und Fülle. Uran für die Atomkraftwerke könne man von soliden Partnern wie Kanada und Australien erwerben.

Ersatz für alte AKW

Bei der Atomenergieversorgung sollten die Behörden unverzüglich mit der Planung neuer Kernkraftwerke an der Stelle der alten Werke beginnen, verlangt die SVP. Ausserdem sollten sie schnell eine Lösung für die Beseitigung nuklearer Abfälle suchen.

Bei der Wasserkraft setzt sich die SVP für den Markt ein und bekämpft Einsprachen und Initiativen, die diesen einzuschränken suchen. Ausserdem verlangt sie weniger starre Vorschriften bei den Restwassermengen.

Alternativenergien müssten sich erst einen Platz auf dem Markt erkämpfen. Für Investitionen in die Energieträger Holz und Biomasse sollten günstige Rahmenbedingungen geschaffen werden. Allerdings könnten diese Energien auch bei starker Förderung ums Jahr 2035 nur gerade 10 Prozent des Strombedarfes decken, schätzt die SVP.

(sda)