VCS fordert

20. Januar 2012 13:09; Akt: 20.01.2012 14:31 Print

Mehr Bahnen und Busse für die ZentrenMehr Bahnen und Busse für die Zentren

Das Angebot des öffentlichen Verkehrs müsse vor allem in den Agglomerationen ausgebaut werden, verlangt der VCS. Wichtiger als schnellere Züge sei dabei die Steigerung der Kapazitäten.

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Es braucht mehr Kapazitäten im Öffentlichen Verkehr: Und zwar in den Städten und Agglomerationen, findet der VCS.

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In diesem Jahr wird das Parlament über die Volksinitiative «Für den öffentlichen Verkehr» (öV-Initiative) des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) und seiner über 20 Partnerorganisation diskutieren sowie über den bundesrätlichen direkten Gegenvorschlag «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur» (FABI).

«Im Zentrum dieser Debatte werden Geldfragen stehen», sagte Franziska TeuscherDas ParlamentFranziska Teuscher
Grüne, BE
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, VCS-Zentralpräsidentin, am Freitag Jahresmedienkonferenz des VCS in Bern. Auch die öV-Initiative beschränke sich aufs rein Finanzielle.

Autobahnnetz nicht ausbauen

Die Initiative schlägt vor, die Einnahmen aus der zweckgebundenen Mineralölsteuer künftig zur Hälfte für den öffentlichen Verkehr und zur Hälfte für die Strasse zu verwenden. Heute fliessen drei Viertel in den Bau neuer Strassen.

Nach Ansicht von VCS-Vizepräsident Roger NordmannDas ParlamentRoger Nordmann
SP, VD
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wären mit dem neuen Verteilschlüssel die Fertigstellung des Nationalstrassennetzes und der künftige Unterhalt der Autobahnen nicht gefährdet. «Der unbeschränkte Bau neuer Autobahnen wäre dagegen nicht mehr möglich», sagte Nordmann.

Laut Nordmann ist «nach der Energiewende auch eine Verkehrswende nötig». Die Verkehrspolitik müsse nachhaltig und umweltgerecht sein.

Macht ein Ausbau Sinn?

Die Studie «Grundlagenpapier für die Umsetzung der öV-Initiative des VCS» definiert einerseits Kriterien für eine Umsetzung der öV-Initiative. Andererseits bietet sie einen generellen Leitfaden für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Deshalb erhalte auch Verkehrsministerin Doris Leuthard ein Exemplar, sagte Teuscher.

Die Studie kommt zum Schluss, dass ein Grossteil der Investitionen in den Agglomerationen getätigt werden müsse. Denn dort lebten rund 73 Prozent der Schweizer Bevölkerung, und dort gebe es die grössten Verkehrsprobleme.

Auch in den Zentrumsstädten muss der öffentliche Verkehr laut Studie «entschieden gefördert werden». Der öV solle in der kleinräumigen Schweiz zudem nicht um jeden Preis schneller werden. Weitaus wichtiger sei es, die Kapazitäten zu steigern.

Die Studie fordert auch, dass ländliche und alpine Gebiete nicht vom öV-Netz abgeschnitten werden. Auch touristische Zentren sollen gut mit dem öV erschlossen sein, da der stark wachsende Freizeitverkehr wesentlich zur Klima- und Umweltbelastung beitrage.

Grundsätzlich sei es wichtig, sich zu fragen, wo ein Ausbau Sinn mache, sagte die VCS-Zentralpräsidentin. Zu oft dominiere in der Verkehrspolitik die Frage, wo man ausbauen könnte.

(sda)

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  • Svenson am 23.01.2012 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Kilowattrappen

    Wenn der ÖV von der Mineralölsteuer was haben will, sollen sie eben auf Dieselloks umsteigen.. führt doch den Kilowattrappen ein, dann haben die ÖV'ler auch eine variable Geldquelle und müssen dann nicht mehr die Mineralölsteuer missbrauchen

  • Mauro Casigliani am 23.01.2012 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    VCS fordert?

    VCS hat nichts zu fordern, sondern froh zu sein, dass die Autofahrer ihre Eskapaden finanzieren. Bisher. Sie sind nahe daran, dass der Autofahrer die Nase voll hat. Dann werden wir uns wehren und eine Reduktion der Beiträge verlangen. Ihr wollt Geld von uns? Dann baut gefälligst die Strassenkapazität erst einmal aus, damit die Autobahnen endlich wieder Autobahnen und nicht Schleichwege sind!

  • Hans Christoffel am 22.01.2012 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    Raubritter

    Es bleiben heute nur 1/3 der Einnahmen aus dem Strassenverkehr in der Kasse. Der Rest wird zweckentfremdet: Einnahmen Strassenverkehr 2004 tot. 7,800Mrd. Zweckgebunden nur 2.357 Mrd. ca. 1/3 des Betrages. Rest geht an ÖV, Staatskasse etc. 1,357Mrd., Rückstellungen Strassenverkehr 3,7Mrd. Der Bund weigert sich, die Rückstellungen von 3.7Mrd. zu verzinsen. Damit werden jährlich nochmals rund 80 Mio. Fr. zweckentfremdet. Jetzt sollen von diesem Drittel nochmals die Hälfte zweckentfremdet werden? Keine neue Abzocke mehr sondern Aufhebung der Zweckentfremdung der Einnahmen des Strassenverkehrs.

    • Susanne am 23.01.2012 04:52 Report Diesen Beitrag melden

      So ist es.

      Ihrer Forderung kann ich nur zustimmen. Es reicht.

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