Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Mark Muller
25. Januar 2012 16:04; Akt: 25.01.2012 17:09 Print
Genfer Regierungsrat im Visier der Justiz
Wegen einer Auseinandersetzung in der Silvesternacht in einem Nachtclub droht dem Genfer FDP-Regierungsrat Mark Muller Ungemach. Gegen ihn wurde eine Strafuntersuchung eingeleitet.

FDP-Regierungsrat Mark Muller hatte Ärger in der Silvesternacht. Und jetzt auch mit der Justiz. (Bild: Keystone)
Gegen den amtierenden Genfer FDP-Regierungsrat Mark Muller wird eine Strafuntersuchung eingeleitet. Dies hat Generalstaatsanwalt Daniel Zappelli am Mittwoch angekündigt. Muller war wegen eines Streits mit einem Angestellten des Nachtclubs «Moulin à Danse» vernommen worden.
Die Staatsanwaltschaft wolle Licht in die Affäre bringen, liess die Genfer Justiz am Mittwoch in einem Communiqué verlauten. Denn die Versionen der beiden Männer würden sich stark unterscheiden. Am 9. Februar sollen die beiden Parteien und mehrere Zeugen angehört werden. Mehr wollte Generalstaatsanwalt Zappelli zu diesem Fall nicht sagen.
«Die Eröffnung einer Strafuntersuchung bedeutet nicht, dass derjenige schuldig ist», sagte der Genfer Regierungspräsident Pierre-François Unger zur Nachrichtenagentur SDA. Im Rahmen ihrer wöchentlichen Medienkonferenz stellte die Genfer Regierung am Mittwoch klar, dass sie die Untersuchungen abwarten will.
Der Streit zwischen den beiden Männern ereignete sich in der Silvesternacht. Der Barkeeper wirft dem FDP-Regierungsrat vor, ihn während einer Zigarettenpause angegriffen und bedroht zu haben. Zuvor habe er sich mit Muller gestritten, weil dieser aus der Personaltoilette gekommen sei - begleitet von einer Bekannten, die ebenfalls im «Moulin à Danses» arbeitete, hatte der Angestellte ausgesagt.
Muller lehnte Rücktritt bisher ab
Nach der Anzeige des Barkeepers reichte auch Muller eine Strafanzeige ein - wegen Beschimpfung und Tätlichkeit. Der Regierungsrat spricht im Gegensatz zum Nachtclub-Angestellten vielmehr von einem «Streit unter Männern».
Laut Muller hatte der Barkeeper ihn beschimpft und aus dem Lokal gewiesen. Später sei seine Bekannte vom Barkeeper ebenfalls beschimpft und geschlagen worden. Daraufhin hatte Muller nach eigenen Angaben den Mann gepackt, aber nicht geschlagen.
Nachdem die Affäre bekannt geworden war, entschuldigte sich der FDP-Regierungsrat öffentlich. Einen Rücktritt lehnte er bis anhin jedoch ab.
Bereits im letzten Sommer hatte Mark Muller für negative Schlagzeilen gesorgt. Damals deckte das Westschweizer Fernsehen auf, dass der Regierungsrat in einer Sieben-Zimmer-Wohnung mitten im teuren Genf für eine Discount-Miete von 1800 Franken wohnt.
(sda)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

























