
Die SBB haben heute ihre Halbjahreszahlen veröffentlicht(20 Minuten Online berichtete). An der Pressekonferenz sprach CEO Andreas Meyer von einem «respektablen Ergebnis». Trotz Gewinnsteigerung um 26,8 Prozent auf 132,8 Millionen fordert die SBB mehr finanzielle Zugeständnisse des Staates. Ausserdem sollen über kurz oder lang die Preise für Zugbillette nochmals ansteigen.
Trotz der erfreulichen Gesamtentwicklung sei es in einzelnen Gegenden im ersten Halbjahr zu einer Häufung von unangenehmen Störungen gekommen, sagte Meyer an der Pressekonferenz. So beispielsweise zwischen Genf und Lausanne. Hier habe eine Task-Force Romandie bereits Massnahmen ergriffen. Zu mehreren Störungen sei es auch im Ergolztal und unter anderem in Folge des Cisalpino-Rollmaterials und Baustellen auch im Tessin gekommen. «Wir unternehmen alles, um besser zu werden», sagte Meyer. Auf einzelne Häufungen in anderen Gegenden mit unterschiedlichen Ursachen müsse nicht überreagiert werden. «Man muss die Kirche im Dorf lassen», erklärte er.
Die erhöhte Belastung des Schienennetzes verlange aber nach einer Revision der Infrastruktur, verteidigte Meyer die Pläne der SBB gegenüber dem Schweizer Fernsehen. In Anbetracht der bevorstehenden Investitionen und des kontinuierlichen Angebotsausbaus müsse die SBB künftig mehr Einnahmen generieren können. Dafür wolle die SBB vor allem die öffentliche Hand und die Fahrgäste in die Pflicht nehmen. Ab wann die Reisenden zur Kasse gebeten werden, ist noch nicht bekannt. Vor 2010 sei mit einer Erhöhung der Billettpreise aber nicht zu rechnen, wie Meyer sagte.
SBB-Pensionskasse: Angestellte werden zur Kasse gebeten
Zumindest der SBB Personenverkehr hat die Wirtschaftskrise offenbar bislang schadenfrei überstanden: Ein restriktiver Stellenstopp hat die Lohnkosten gedämpft - bei gleichzeitig steigenden Passagierzahlen wurde der Betrieb mit derselben Mitarbeiterzahl weitergeführt. Die vermehrte Arbeitsbelastung ist aber nur eine bittere Pille, welche die Angestellten der Schweizer Bundesbahnen in letzter Zeit zu schlucken hatten: Am Mittwoch hatte der Verwaltungsrat der SBB das Pensionskassen- Sanierungskonzept des Stiftungsrates gutgeheissen. Dieses sieht vor, dass die Mitarbeitenden und Pensionierten der SBB sich mit 1,22 Mrd. Fr. an der Sanierung beteiligen. Der Bund soll weitere 1,15 Mrd. Fr. zahlen.
(kbr/sda/ddp)|
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