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Cyberbullying: Demütigung im Netz

von Alexandra Roder

Blamiert und im Internet blossgestellt: Cyberbullying, eine neue Form von Psychoterror, macht Schulpsychologen Sorgen. Nun fordert die CVP Massnahmen.

Viele erfahren erst im Internet über die Blossstellung. (Keystone)
Viele erfahren erst im Internet über die Blossstellung. (Keystone)
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Bis zum Suizid getrieben

Ausserhalb der Schweiz haben bereits einige Fälle von Cyberbullying für Aufsehen gesorgt. Das wohl bekannteste Opfer ist Ghyslain Raza, ein übergewichtiger Teenager aus Quebec, der wild tanzend und einen Golfschläger schwingend eine Szene aus «Star Wars» nachspielte und sich dabei filmte. Klassenkameraden fanden das Tape und stellten es ins Netz. Das Video wurde zu einem Internet-Hit und der Junge als «Star Wars Kid» verhöhnt. Er ist heute noch in psychologischer Behandlung. Ein tragischer Fall ereignete sich auch in Indien. Ein Mädchen wurde beim Oralsex von ihrem Freund gefilmt. Das Filmchen fand den Weg ins Internet. Das Mädchen beging Selbstmord.

Die Vorstellung ist grauenhaft: Man wird auf dem WC, unter der Dusche oder beim Nasenbohren im Unterricht gefilmt und die ganze Welt schaut zu. Immer mehr Schüler machen sich einen Sport daraus, ihre Mitschüler oder Lehrer in peinlichen Situationen mit dem Handy aufzunehmen und die Videos im Internet zu verbreiten. Der Psychoterror hat einen Namen: Cyberbullying. Der Filmchen wegen verprügeln Cyberbullies sogar Schüler oder zwingen sie zu sexuellen Handlungen. Ein Leichtes ist es heute auch, per Montage eine Person zu einem Darsteller in einem Pornofilm zu machen. «Das Phänomen nimmt stark zu, viele Kinder, Jugendliche aber auch Lehrer leiden darunter», sagt Martin Boess, Leiter der Schweizerischen Kriminalprävention. Mobbing habe mit Cyberbullying eine neue Dimension erreicht. Zahlen gebe es aber keine, da das Phänomen relativ neu sei.

Nun fordert die CVP Masnahmen. Im Kanton Zürich wird vom Regierungsrat ein Bericht über die Häufigkeit von und wirksame Möglichkeiten gegen Cyberbullying verlangt. Einen Vorstoss hat gestern auch CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer eingereicht. Sie fordert eine Verbesserung der Prävention und der strafrechtlichen Möglichkeiten.

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@ C.T. "nur wer es verdient hat..."
So gut, wie man sagen könnte, niemand hate es verdient, so gut könnte man auch sagen, jeder hat es verdient, denn jeder hat es nach dem Empfinden von irgendjemand anderen verdient... was soll also "nur wer es verdient hat..." heissen?! Und was soll es bringen, es würde genau so weitergehen.
von: Misch   am: 07.04.2008 20:12

verbieten
Bei dem, was alles auf Youtube gestellt wird, kann man nicht mehr von Selbstkontrolle reden. Ein totales Verbot wäre angesagt. Schade müssen diese Typen nicht für all die psychologischen Schäden aufkommen, dann wären sie bald bankrott.
von: Marylou   am: 11.03.2008 18:57

Das Problem lässt sich lösen
Internetportale wie youtube.com sollen für solche Videos, die eine blosstellung darstellen von der Liste gestreichen werden und bei der Polizei eine Strafanzeige einreichen. Da man ja im Internet nicht mehr so Anonym ist, sollte dies kein Problem mehr darstellen. Nun ist der Jusitizminister geforder
von: David   am: 11.03.2008 18:23

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