Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
10. März 2008 23:27; Akt: 11.03.2008 07:45 Print
Cyberbullying: Demütigung im Netz
von Alexandra Roder - Blamiert und im Internet blossgestellt: Cyberbullying, eine neue Form von Psychoterror, macht Schulpsychologen Sorgen. Nun fordert die CVP Massnahmen.
- Was meinen Sie?
-
«Let's Fight it Together»
Die Vorstellung ist grauenhaft: Man wird auf dem WC, unter der Dusche oder beim Nasenbohren im Unterricht gefilmt und die ganze Welt schaut zu. Immer mehr Schüler machen sich einen Sport daraus, ihre Mitschüler oder Lehrer in peinlichen Situationen mit dem Handy aufzunehmen und die Videos im Internet zu verbreiten. Der Psychoterror hat einen Namen: Cyberbullying. Der Filmchen wegen verprügeln Cyberbullies sogar Schüler oder zwingen sie zu sexuellen Handlungen. Ein Leichtes ist es heute auch, per Montage eine Person zu einem Darsteller in einem Pornofilm zu machen. «Das Phänomen nimmt stark zu, viele Kinder, Jugendliche aber auch Lehrer leiden darunter», sagt Martin Boess, Leiter der Schweizerischen Kriminalprävention. Mobbing habe mit Cyberbullying eine neue Dimension erreicht. Zahlen gebe es aber keine, da das Phänomen relativ neu sei.
Viele erfahren erst im Internet über die Blossstellung. (Keystone)
Bis zum Suizid getrieben
Ausserhalb der Schweiz haben bereits einige Fälle von Cyberbullying für Aufsehen gesorgt. Das wohl bekannteste Opfer ist Ghyslain Raza, ein übergewichtiger Teenager aus Quebec, der wild tanzend und einen Golfschläger schwingend eine Szene aus «Star Wars» nachspielte und sich dabei filmte. Klassenkameraden fanden das Tape und stellten es ins Netz. Das Video wurde zu einem Internet-Hit und der Junge als «Star Wars Kid» verhöhnt. Er ist heute noch in psychologischer Behandlung. Ein tragischer Fall ereignete sich auch in Indien. Ein Mädchen wurde beim Oralsex von ihrem Freund gefilmt. Das Filmchen fand den Weg ins Internet. Das Mädchen beging Selbstmord.
Nun fordert die CVP Masnahmen. Im Kanton Zürich wird vom Regierungsrat ein Bericht über die Häufigkeit von und wirksame Möglichkeiten gegen Cyberbullying verlangt. Einen Vorstoss hat gestern auch CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-FedererDas Parlament
Barbara Schmid-Federer
CVP, ZH
auf MerklisteDetails eingereicht. Sie fordert eine Verbesserung der Prävention und der strafrechtlichen Möglichkeiten.
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 31 Kommentare




























@ C.T. "nur wer es verdient hat..."
So gut, wie man sagen könnte, niemand hate es verdient, so gut könnte man auch sagen, jeder hat es verdient, denn jeder hat es nach dem Empfinden von irgendjemand anderen verdient... was soll also "nur wer es verdient hat..." heissen?! Und was soll es bringen, es würde genau so weitergehen.
verbieten
Bei dem, was alles auf Youtube gestellt wird, kann man nicht mehr von Selbstkontrolle reden. Ein totales Verbot wäre angesagt. Schade müssen diese Typen nicht für all die psychologischen Schäden aufkommen, dann wären sie bald bankrott.
Das Problem lässt sich lösen
Internetportale wie youtube.com sollen für solche Videos, die eine blosstellung darstellen von der Liste gestreichen werden und bei der Polizei eine Strafanzeige einreichen. Da man ja im Internet nicht mehr so Anonym ist, sollte dies kein Problem mehr darstellen. Nun ist der Jusitizminister geforder