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Sicherheit im Verkehr
30. Juli 2010 11:25; Akt: 30.07.2010 12:22 Print
Auf der Strasse sterben dreimal mehr Männer
Die Schweizer Strassen sind letztes Jahr noch einmal sicherer geworden. Dennoch starben auf ihnen 349 Menschen. Betroffen sind vor allem Männer. Das hat einen Grund.
Der seit Jahren beobachtete Rückgang an Getöteten und Schwerverletzten setzt sich fort: 349 Menschen haben 2009 bei Unfällen auf Schweizer Strassen ihr Leben verloren, acht weniger als 2008. 4708 Menschen wurden schwer verletzt, 72 weniger als im Vorjahr, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte.
Auf den Strassen der EU verloren 2008 total 38'875 Personen ihr Leben. Pro Million Einwohner entspricht dies 78 Getöteten. In der Schweiz waren es 47 Getötete pro Million Einwohner (2009: 45), in Deutschland 55, in Frankreich 69, in Italien 79 und in Österreich 81.
Berechnet auf die Anzahl der Autos waren es 2008 für die EU-27 Länder 168 Getötete pro Million Personenwagen. Für die Schweiz resultierte die Zahl von 90 (2009: 87). Deutschland zählte 109 Getötete pro Million Autos, Italien 132, Frankreich 137 und Österreich 159.
Eindrücklich sind die Zahlen im Vergleich mit dem Jahr 2000: 2009 wurden 41 Prozent weniger Personen im Strassenverkehr getötet, 24 Prozent weniger schwer verletzt und 14 Prozent weniger leicht verletzt.
Im Jahr 2009 starben im Vergleich zu 2000 über die Hälfte weniger Fussgänger und Fussgängerinnen (2009: 60; -54 Prozent). Auch die Anzahl getöteter Mitfahrer und Mitfahrerinnen (2009: 43; -50 Prozent) halbierte sich, und gut ein Drittel weniger Lenker und Lenkerinnen (2009: 246; -35 Prozent) verloren ihr Leben.
77 Prozent der Getöteten sind Männer
Betroffen von den Unfällen sind vor allem Männer: Rund 60 Prozent aller verunfallten Personen im Strassenverkehr sind männlichen Geschlechts. Bei den getöteten Verkehrsteilnehmern sind gar 77 Prozent Männer, bei den Schwerverletzten sind es 68 Prozent.
Während sich bei schwerverunfallten Fussgängern und Fussgängerinnen das Verhältnis der Bevölkerung insgesamt widerspiegelt (49 Prozent Männer), sind bei Schwerverunfallten mit Personenwagen 59 Prozent Männer.
Bei den Motorradfahrenden sind es 86 Prozent und bei Personen mit Fahrrädern 70 Prozent. Diese Relation entspricht laut Bundesamt für Statistik den zurückgelegten Tagesdistanzen von männlichen und weiblichen Personen in der Schweiz.
Weniger Unfälle mit Einfluss von Alkohol
Die Herabsetzung der Promillegrenze von 0,8 auf 0,5 Promille Anfang 2005 und ein deutlicher Anstieg von polizeilichen Alkoholkontrollen zeigen Wirkung. Es gibt heute auf Schweizer Strassen markant weniger Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel ist.
Zwischen 2004 und 2006 ging laut Bundesamt für Statistik die Anzahl getöteter Personen bei Unfällen mit Einfluss von Alkohol fast um die Hälfte zurück. Seither blieb die Zahl der Getöteten relativ stabil. 2009 kamen in rund 2000 Unfällen mit mutmasslichem Einfluss von Alkohol 56 Menschen ums Leben. 638 wurden schwer verletzt, 1830 erlitten leichte Verletzungen.
(sda)

























