Ahmadinedschad-Treffen

19. April 2009 08:47; Akt: 19.04.2009 12:24 Print

Israel bedrängt MerzIsrael bedrängt Merz

Israel hat die Staatengemeinschaft aufgefordert, den iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad bei der UNO-Konferenz gegen Rassismus in Genf zu boykottieren. Das israelische Radio meldete, Jerusalem dränge den Schweizer Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz, das geplante Treffen von heute mit Ahmadinedschad abzusagen und diesem nicht die Hand zu schütteln.

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Der iranische Präsident unterstütze den Terror und erkenne das Existenzrecht Israels nicht an.
Der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Ronny Leschno Yaar, sagte dem Sender, die Schweiz wolle sich mit dem Treffen «auf schändliche Weise bei einem Holocaust-Leugner und Israel-Hasser einschmeicheln».

Auch wenn die Absicht sein sollte, Ahmadinedschad zu einer Mässigung seiner Positionen zu bewegen, werde das Treffen sicherlich das Gegenteil erreichen, sagte der israelische Repräsentant.

Israel fühlt sich durch den Iran in seiner Existenz bedroht. Der neue Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht eine mögliche iranische Aufrüstung mit Nuklearwaffen als grösste globale Gefahr.

Israel lehnt die UNO-Konferenz gegen Rassismus ab, weil es fürchtet, der israelisch-palästinensische Konflikt könnte einseitig herausgestellt werden. Auch die USA haben deshalb ihre Teilnahme abgesagt. Andere Länder befürchten ebenfalls, dass die Konferenz zu einer Bühne für anti-israelische Stellungnahmen werden könnte.

(sda)