Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Affäre Gaddafi
14. März 2010 22:12; Akt: 15.03.2010 12:23 Print
Max Göldi erträgt Haft nur schwer
Der psychische Zustand des im libyschen Gefängnis sitzenden Schweizers Max Göldi ist schlecht. Die schuldlose Haft lässt ihn allmählich verzweifeln, heisst es bei Amnesty International.
Max Göldi tritt am 22. Februar 2010 seine Haftstrafe an.
-
Affäre Gaddafi: Über 50 weitere Personen in Libyen verhaftet
-
Affäre Gaddafi: Libyen-PK: Scharfe Reaktion aus Bern
-
Affäre Gaddafi: «Die Aktion gegen Hannibal war rassistisch»
- Dossiers
-
Affäre Gaddafi
- Was meinen Sie?
-
Timeline: Die Affäre Gaddafi
-
Muslime demonstrieren gegen Gaddafi
-
Gaddafi besucht Göldi
Max Göldi, der noch in Libyen festgehaltene Schweizer Geschäftsmann, ist in sehr schlechter psychischer Verfassung. Dies sagte sein Verteidiger, Saleh Zahaf, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Er forderte die Schweizer Behörden auf, sich mit Nachdruck für den in einem Gefängnis in der libyschen Hauptstadt Tripolis Eingesperrten einzusetzen.
Der italienische Aussenminister Franco Frattini.(Bild: AFP)
Muss seinen Kopf hinhalten
Amnesty International bestätig die Aussagen des libyschen Verteidigers. «Sein Zustand hat sich in den letzten drei Wochen verschlechtert», sagt Mediensprecher Daniel Graf. Der Aufenthalt im Gefängnis sei für den Schweizer Ingenieur schwer zu ertragen. «Er hoffte, es sei nur eine kurze Sache, doch jetzt sitzt er schon drei Wochen», so Graf. Weder das Begnadigungsgesuch, noch sein Rekurs, noch sein Gesuch um Haftreduktion wurden von den zuständigen Stellen bisher behandelt. Besonders schlimm sei für Max Göldi, dass er schuldlos inhaftiert wurde. «Er hat sich nichts zu Schulden kommen lassen und muss nun wegen der Affäre den Kopf hinhalten», sagt Graf.
Frattini besucht Libyen
Der italienische Aussenminister Franco Frattini reist an diesem Montag nach Tripolis. Ziel sei es, einen Ausweg aus der Krise zwischen der Schweiz und Libyen um die Blockierung von Schengen-Visa zu finden, von der auch die Europäische Union betroffen ist. Der italienische Aussenminister Franco Frattini werde seinen libyschen Amtskollegen Moussa Koussa treffen, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.
Italien unterhält mit dem nordafrikanischen Land enge Beziehungen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene mit zahlreichen Abkommen - auch über Migration.
Erst kürzlich waren Spaniens Aussenminister Miguel Angel Moratinos, zurzeit EU-Ratspräsident, sowie seine maltesischen und portugiesischen Amtskollegen, Tonio Borg und Luis Amado, zu Verhandlungen in Tripolis.
Wegen der Affäre um Muammar al-Gaddafis Sohn Hannibal in Genf im Sommer 2008 und der anschliessenden Festsetzung zweier Schweizer in Libyen hatte Bern mehr als 150 ranghohe Libyer zu unerwünschten Personen im Schengen-Raum erklärt. Libyen hatte im Gegenzug beschlossen, keine Visa mehr an Schengen- Bürger auszustellen.
(ann/sda)

























