29. Juni 2007 13:02; Akt: 29.06.2007 16:16 Print

«Wir sind schockiert»«Wir sind schockiert»

Drei Tote, sechs Verletzte: Nach dem schweren Unfall auf der Autobahn A2 in Emmen herrscht bei der betroffenen Firma grosse Trauer.

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Eigentlich war es eine Routinesache. Doch für die Bauarbeiter endete sie in der Katastrophe. Drei Tote und sechs Verletzte forderte der Unfall von gestern Abend auf der Autobahn A2, als ein alkoholisierter und unter Drogeneinfluss stehender Schweizer in die Baustelle raste. «Wir sind schockiert», sagte Claudia Winterberg, die Mediensprecherin der betroffenen Firma Trauffer gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Insgesamt waren zum Zeitpunkt des Unfalls neun festangestellte Mitarbeiter der Firma aus den Kantonen Bern und Luzern auf der Baustelle. Unter den Verletzten befindet sich auch ein Mitarbeiter des Strasseninspektorats. Zwei Mitarbeiter der Firma Trauffer stehen unter Schock, wie Winterberg sagte.

Fehlende Schutzvorrichtungen?

Die Baustelle war gemäss der kantonalen Dienststelle für Verkehr und Infrastruktur (vif) lediglich durch Leitbaken (Katzenaugen) und Hütchen markiert. Eine eigentliche Schutzvorrichtung fehlte. Warum waren die Bauarbeiter nicht besser geschützt, zum Beispiel mit Schutzwänden?

«Abschrankungen und die Sperrung einer ganzen Fahrspur sind für diesen Fall nicht vorgesehen», erklärt Presssprecher Frédéric Revaz vom Bundesamt für Strassen (Astra) gegenüber 20minuten.ch. Grund: Die Bauarbeiter seien nur kurzfristig - vielleicht einige Stunden lang - an der Arbeit. Für solche Einsätze sähen die normierten Sicherheitsvorschriften keine schützenden Abschrankungen vor, weil sonst die ganze Fahrspur über mehrere hundert Meter tagelang gesperrt werden müsste, was unverhältnismässig wäre, sagt Revaz. «Das Aufstellen und Entfernen von Barrieren oder Schutzwände würden ein bis zwei Tage in Anspruch nehmen.» Revaz betont aber: «Im Fall von Emmen ging die Gefahr vor allem von jener Person aus, die das Auto alkoholisiert und unter Drogeneinfluss gefahren hat».

Die grösste Angst der Bauarbeiter

Im Schnitt sterben im Jahr auf Schweizer Strassen rund 1 bis 2 Bauarbeiter durch Verkehrsunfälle, 6 bis 15 werden verletzt. Dies ergab eine Schätzung von «Via Sicura», dem die für die Strassen-Verkehrssicherheitspolitik wichtigen Akteure angehören. Auch die Bauarbeiter wissen um diese Gefahren. Mit dem Unfall sei das passiert, wovor man am meisten Angst gehabt habe, sagt die Pressesprecherin der Firma Trauffer. Nicht, dass man damit gerechnet hat, «aber wir waren uns bewusst, dass trotz aller Sicherheitsvorkehrungen auf der Strasse etwas passieren kann». Die rund 70 Angestellten des Betriebs wurden am Morgen persönlich über den Unfall informiert. Nun gehe es darum, sich um die Verletzten und Angehörigen zu kümmern.


Marius Egger, 20minuten.ch

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  • Micha sehmatter am 05.01.2008 17:58 Report Diesen Beitrag melden

    mein beileid / auch pychische menschen

    kannte den fahrer und möchte dazu sagen : was geschen ist hatt kein mensch verdient das er an deisem tage unter alk einfluss stand hatte mich als kolleg geschockt totzdem sollten manche menschen leute mit psychischen problem ned verurteilen wir sind auch nur menschen kapiert das mal

  • Hubert Strebel am 04.07.2007 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Sozialromantik kontra Menschenleben

    Wie ist es möglich, das psychisch angeschlagene Leute mit vom Staat subventionierten Tatwaffen unterwegs sind? 3.7.07 20min: "Der Amokfahrer von Emmen soll bevormundet sein"

  • JADA am 02.07.2007 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    undefinierbar

    ...Einige Kommentare hier sind absolut überflüssig, ich zitiere:"kann jedem passieren","shit happens" ... das hier war das Versagen eines Fahrzeuglenkers, weder die Sicherung noch Promille-Grenze stehen zur Debatte! Wer Gründe und Erklärungen will, sucht eine Nadel im Heuhaufen!...