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Toni Brunner stösst auf Skepsis

Die SVP hat erwartungsgemäss Toni Brunner zu ihrem Präsidenten gekürt. Eine knappe Mehrheit der Teilnehmer an einer Umfrage von 20minuten.ch zweifelt jedoch an Brunners Eignung für das Amt.

Strahlemann aus dem Toggenburg: SVP-Präsident Brunner 
(Bild: REUTERS/Michael Buholzer)
Strahlemann aus dem Toggenburg: SVP-Präsident Brunner (Bild: REUTERS/Michael Buholzer)

«Hat der designierte Parteipräsident Toni Brunner das Format, um sein neues Amt erfolgreich zu erfüllen?», fragte 20minuten.ch seine User. Über 2500 Personen nahmen an der Umfrage teil, und 51,7 Prozent beantworteten die Frage mit einem Nein.

SVP-Wähler für Brunner

Tröstlich für den frischgebackenen SVP-Präsidenten ist da eine andere Zahl: 79 Prozent der Teilnehmer, die sich selbst als SVP-Wähler oder -Mitglieder bezeichnen (34,7% aller Teilnehmer ordneten sich politisch so ein), gaben eine positive Antwort. In seiner eigenen Klientel ist der Strahlemann aus dem Toggenburg offenbar gut verankert.

Opposition? Welche Opposition?

Nach der Abwahl von Bundesrat Blocher kündigte seine Partei den Gang in die Opposition an. 20minuten.ch fragte die User, ob sie schon etwas vom Oppositionskurs der SVP gemerkt hätten. 60,7 Prozent sagten Nein.

Auch hier verschieben sich allerdings die Gewichte, wenn die Meinung der SVP-Wähler unter den Teilnehmern gesondert betrachtet wird: Von ihnen haben nämlich schon 58,6 Prozent (im Vergleich zu 39,3 Prozent bei allen Teilnehmern) etwas vom Oppositionskurs der SVP mitgekriegt.

Optimistisch ist dieses Segment auch, was die Beurteilung der SVP-Oppositionspolitik betrifft. Während nur gerade ein gutes Drittel aller Teilnehmer (35,4%) der Meinung ist, der Oppositionskurs werde die SVP mittelfristig stärken, sind es bei den SVP-Sympathisanten gut zwei Drittel (68,6%).

Und dementsprechend meinen auch 69,1 Prozent der SVP-Wähler, die SVP werde diesen Oppositionskurs bis zu den nächsten Bundesratswahlen durchziehen. Insgesamt glauben dies nur 36,3 Prozent.

Das Problem mit den Bundesräten

Im Zentralvorstand der SVP sprach sich eine deutliche Mehrheit gegen einen Parteiausschluss der beiden SVP-Bundesräte Schmid und Widmer-Schlumpf aus. Weiterhin sind die beiden Bundesräte aber aus der Fraktion ausgeschlossen.

60,5 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage sind der Ansicht, die SVP solle ihre Bundesräte wieder in die Fraktion aufnehmen. Bei den SVP-Wählern unter den Teilnehmern sinkt dieser Prozentsatz auf einen knappen Drittel (33,1%). Von den Nicht-SVP-Wählern befürworten gar 75,1 Prozent die Wiederaufnahme von Schmid und Widmer-Schlumpf.

Kommt es zum «Schisma»?

Ausgerechnet die «Weltwoche» diagnostizierte bei der SVP ein «faktisches Schisma». 20minuten.ch fragte die User, ob der Partei tatsächlich die Spaltung drohe. Immerhin ein gutes Drittel (34,7%) der SVP-Wähler unter den Teilnehmern bejahte die Frage. Bei der Gesamtheit der Teilnehmenden waren es 57,5 Prozent.

dhr

Hier finden Sie die detaillierten Umfrage-Ergebnisse

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