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Sommarugas Rückzieher
27. Januar 2012 07:29; Akt: 27.01.2012 10:31 Print
Doch keine nationalen Asylzentren
Justizministerin Simonetta Sommaruga rudert zurück: Sie plant anscheinend nicht mehr, Asylbewerber in grossen Bundeszentren unterzubringen. Der Widerstand war zu gross.
Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Mario Gattiker, Chef des Bundesamts für Migration, suchen nach Lösungen für das Asylproblem im Land. (Bild: Keystone/Marcel Bieri)
Bis zu 80 Prozent der Asylsuchenden sollen in Bundeszentren leben, bis ihr Verfahren abgeschlossen ist. Dieser Plan galt als Herzstück von Bundesrätin Simonetta Sommuragas Vorhaben, das Asylwesen in der Schweiz zu reformieren. Doch noch bevor die Idee in die Vernehmlassung kommt, ist sie laut dem «Tages-Anzeiger» bereits wieder beerdigt.
Infografik Festung Europa Abkommen mit TunesienBesonders Asylbewerber aus Tunesien sorgen in letzter Zeit für Schlagzeilen. Am WEF in Davos sprach Aussenminister Didier Burkhalter seinen tunesischen Amtskollegen Rafik Abdessalem auf die Problematik an. Dieser habe sich bereit erklärt, mit der Regierung in Tunis über ein Rückübernahme-Abkommen zu diskutieren.
Im Gegenzug sicherte Burkhalter dem nordafrikanischen Staat für das laufende Jahr 24 Millionen Franken zu. Das Geld wird als finanzielle Hilfe zum politischen Wandel in Tunesien deklariert. Im Jahr 2011 überwies die Schweiz dafür 12 Millionen Franken.
Mario Gattiker, seit Anfang Jahr Chef des Bundesamts für Migration, spricht in der Zeitung von verschiedenen Optionen. So ist es für ihn «denkbar, dass sich die Unterbringung der Asylbewerber auf bestehende Strukturen stützt.» Das Vorbild Niederlande eigne sich wohl nicht, da das Land im Gegensatz zur föderalistischen Schweiz zentralistisch organisiert sei. Das Ziel der Reform – eine deutliche Verkürzung der Asylverfahren – sieht Gattiker durch den Meinungsumschwung nicht gefährdet.
Festhalten an Verfahrenszentren
Wo die Asylbewerber untergebracht seien, sei für den Ausgang des Verfahrens ohnehin nicht entscheidend, findet Gattiker. Zentral ist für ihn vielmehr, dass künftig alle Verfahrensakteure gemeinsam an einem Ort sind. Gattiker zählt Fachleute des Bundesamts auf, Hilfswerke, Rechtsvertreter, kantonale Behörden und im Idealfall auch eine Rekursinstanz. Asylbewerber könnten mit einem Bus in diese geplanten Verfahrenszentren gebracht werden.
Sommaruga und ihre Entourage scheinen erkannt zu haben, dass Bundeszentren für Asylbewerber nur sehr schwer zu realisieren wären. Der Widerstand ist gross. Kaum ein Kanton oder eine Gemeinde sind bereit, ein Zentrum mit hunderten Asylbewerbern bei sich zu haben. Im Beamtendeutsch Gattikers heisst dies: «Möglicher Widerstand der Kantone gegen riesige Bundeszentren ist zu antizipieren.»
(rme)
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Alle 30 Kommentare





























Unfähig
Wirtschaftsflüchtlinge sind nun mal keine Asylanten, Somaruga will das nicht in ihren sturen Kopf. Solange wir keinen Einreisestopp für Wirtschaftsflüchtlinge (besonders Tunesier etc.) machen, bekommen wir die Ausschaffungen nicht in den Griff weil pro Jahr tausende einreisen, aber nur wenige hundert ausgeschafft werden. Somarugas ewiges Herumgerede um das Problem zeigt, dass sie unfähig ist zu einer Lösung und was noch schlimmer ist, sie ist anscheinend auch absolut nicht Willens, wirklich etwas dagegen zu tun. Das ist Arbeitsverweigerung. Sie sollte möglichst schnell zurücktreten!
Scheinasylanten
90% sind keine, also raus, gar keine Unterkünfte für Scheinasylanten.
Beste Lösung
Wieso diese Idee beerdigen? Es ist die einzige Lösung, die ein schnelles Verfahren garantiert. In diesen Zentren sind alle Akteure vorhanden, die Asylanten lernen die Schweiz nicht kennen, bis sie als anerkannt gelten und tauchen dann evtl. nicht direkt ab!