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Zwei Klassen in Trams

BernMobil führt eine 1. Klasse in den Trams ein. Auf zwei Linien gibt es bereits spezielle Sitzplätze. Gegen diese Zweiklassen-Gesellschaft regt sich allerdings erster Widerstand.

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Geht es nach dem Willen von BernMobil, werden im Tarifverbund der Bundeshauptstadt schon bald auf allen Tram-Linien spezielle 1.-Klasse-Wagen eingesetzt. Bei einigen Fahrgästen stossen diese Pläne indes auf breite Ablehnung. Viele Fahrgäste empören sich über die drohende Platzverdichtung bei den Standardwagen. Auch in anderen Städten sind Pendler beunruhigt über eine möglich Kopie dieses Vorhabens durch die Verkehrsbetriebe.

«Sehr positive Erfahrungen»

Die Aufregung der Gegner kann René Schmied, Direktor von BernMobil nicht verstehen. «Mittelfristig werden wir zusätzliche Wagen für den neuen Service einführen. Von drohendem Platzmangel kann keine Rede sein», so der Manager zur Umstellung. «Aus eigener Erfahrung und auch nach Berichten unserer Mitarbeiter bin ich sicher, dass die überwiegende Mehrheit der Fahrgäste das zusätzliche Angebot goutieren wird.» Schliesslich seien die Idee dazu aus den zahlreichen Anfragen für Sitzplatzreservierungen und dem Wunsch nach einer 1. Klasse seitens der Bevölkerung entstanden.

«Absoluter Humbug»

Schon gleich nach Bekanntwerden des Vorhabens haben einige Kunden kurzerhand die Interessengemeinschaft Fahrgast ins Leben gerufen. «Wir werden Unterschriften sammeln und alles in Bewegung setzen, dass dieser Hirnpups bald im Mülleimer verschwindet - da wo er hingehört», wettert Klaus Graf, Sprecher der Gemeinschaft.

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Er lehnt eine solche Zweiklassengesellschaft in den Trams rundweg ab. «Das ist viel zu kompliziert und ausserdem können praktisch gar nicht mehr Wagen eingesetzt werden - dafür sind die meisten Haltestellen überhaupt nicht ausgelegt», ist sich Graf sicher und wittert hinter der Argumentation eine Irreführung der Öffentlichkeit.

Allerdings gibt es durchaus Pendler, die froh sind, über die Innovation bei BernMobil. «Ich bin täglich 1 Stunde und 10 Minuten mit der Tram unterwegs - diese Zeit nutze ich gerne zum Lesen. Deshalb zahle ich gerne etwas mehr und habe dafür auf jeden Fall einen Sitzplatz», zeigt sich Esther Huber begeistert von dem Pilotversuch.

Vorbild für Zürich und Basel?

René Schmied will sich die Argumente der IG Fahrgast gerne in einem persönlichen Gespräch nahelegen lassen. Dennoch glaubt er an den Erfolg der 1. Klasse durch BernMobil. Zürich und Basel wollten sich bislang gegenüber 20minuten.ch nicht zu entsprechenden Gedankenspielen bei den jeweiligen Verkehrsbetrieben äussern. «Bern hatte schon oft eine Vorreiterrolle und etliche Ideen wurden in der Vergangenheit von anderen Städten kopiert», wagt der BernMobil-Direktor eine vorsichtige Prognose zu einer möglichen Einführung der First-Class-Trams in anderen Städten der Schweiz.

Von Olaf Kunz

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1. Klasse am 1. April finde ich toll
Eine erstklassige Idee, am 1. April die 1. Klasse einzuführen! Darf ich noch vorschlagen, dass alle 1. Klässler in der 1. Klasse gratis fahren dürfen? R. Zoss
von: Roland Zoss   am: 01.04.2009 13:44

Einmal im Jahr....
Es gibt sogar Abteile die kann man dann nur an einem speziellen Tag im Jahr benutzen. Wie z.B. Heute...sofern man die dann findet ;-))
von: P-Jay   am: 01.04.2008 15:44

3.Klasse
Scheinbar soll auch die Idee eines 3.Klassewagens in den Köpfen der BernMobil Managern herumgeistern. Man könnte dazu das alte Rollmaterial ideal wiederverwenden. Um Platz zu gewinnen würden alle Sitzplätze entfernen. Im Winter gäbs keine Heizung, dafür gibts die Tickets zum halben Preis.
von: Hansi Holdenhonig   am: 01.04.2008 15:44

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