Europarat

02. September 2010 22:19; Akt: 02.09.2010 22:09 Print

Wirbel um die «Mutter»Wirbel um die «Mutter»

von Désirée Pomper - Deutsche Medien kochen vor Wut, weil der Europarat zu geschlechtsneutraler Sprache rät. Schuld daran sei besonders SP-Nationalrätin Doris Stump.

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«Der Europarat will ‹Mutter› und ‹Vater› abschaffen», titelte gestern Welt online. «Europa-Bürokraten wollen unsere Sprache verschandeln», wetterte Bild.de. Schuld sei besonders die Schweizer SP-Nationalrätin Doris Stump, die im Europarat gefordert habe, dass Frauen nicht mehr «als passive und minderwertige Wesen, Mütter und Sexobjekte» dargestellt werden.

Grund: Diese «sexistischen Rollenbilder» seien für die Geschlechtergleichheit hinderlich. Der Rat empfiehlt den 47 Mitgliedstaaten, die Verwendung «nicht-sexistischer Sprache» in den Behörden voranzutreiben. Die geharnischten Reaktionen überschlugen sich: Die Vorsitzende des Vereins Frau 2000plus sprach von «Irrsinn», der Stück für Stück gesetzlich verankert werde. Die deutsche Bundesfamilienministerin Kristina Schröder liess eilends verlauten, die Wörter «Mutter» und «Vater» würden in Deutschland trotzdem weiter verwendet. Der ­Katholische Familienverband Österreich bezeichnete die Forderung als «Farce» und «peinliche Skurrilität».

Doris Stump selber geriet gestern arg in die Defensive und sprach von einem Riesenmissverständnis: «Ich habe sicher nichts gegen Mütter und habe mich auch nie dafür ausgesprochen, das Wort Mutter durch Elter zu ersetzen.» Der Leitfaden des Bundes zur geschlechtergerechten Sprache sei eine gute Grundlage, aber keine Vorschrift. Wichtig sei ihr einzig, «dass Frauen in den Medien nicht nur in dienenden Rollen dargestellt werden, sondern in all denen, die der Realität entsprechen.

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  • Patrick am 05.09.2010 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Oje!

    Jetzt nervt sie schon den Europarat mit dem Seich. Die Schweiz reicht ihr offenbar nicht mehr.

  • Jean de Carouge am 05.09.2010 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    letztes Aufbäumen von alt-68erinnen

    anders kann ich diese Forderung im Europarat nicht interpretieren - eine Lachnummer die wir uns mit unseren Bundessteuergeldern offenbar leisten können.

  • Mario am 05.09.2010 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    Stump und SP Schweiz

    Die ohne-glied Ursula Wyss und der mit-glied Levrat von der SP werden ihre helle Freudean ihrem ohne-glied Stump haben. Frage: Ist vom Europa-Rat schon mal etwas Vernünftiges bzw. Verwendbares gekommen.