«Abzockerei» verhindern

02. Oktober 2008 11:04; Akt: 02.10.2008 11:37 Print

Achtung, gleich kommt eine Radarfalle!Achtung, gleich kommt eine Radarfalle!

Im Tessin sollen die Automobilisten künftig vor Radarfallen gewarnt werden. Sowohl fix installierte Messgeräte als auch mobile Kontrollen sollen klar sichtbar gemacht werden, fordert die vorberatende parlamentarische Kommission.

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Warnung vor dem teuren Blitz: Im Tessin sollen Autofahrer vor Radargeräten gewarnt werden. (Bild: Keystone)

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Der Grosse Rat wird voraussichtlich in der Oktobersession, die am 20. Oktober beginnt, über die Motion eines FDP-Grossrates debattieren. Der Vorstoss hat gute Chancen, eine Mehrheit zu finden.

Denn in der Kommission haben bloss die Vertreter der SP gegen die Radarwarnung votiert. Vorbehalte kamen auch aus dem Lager der Lega und der SVP; deren Vertreter würden Radaranlagen am liebsten verbieten.

Die Kommission schlägt hingegen vor, dass die Automobilisten mit gut sichtbaren Schildern auf die zehn fix im Kanton installierten Radaranlagen aufmerksam gemacht werden.

Als Vorbild wird Italien genannt, wo dieses Vorgehen seit August 2007 Praxis ist. Auf diese Weise könne der präventive Charakter der Radarfallen verstärkt werden, heisst es im Kommissionsbericht.

Bei den mobilen Radarkontrollen wiederum dient die Waadtländer Gemeinde Pully bei Lausanne als Vorbild. Diese informiert jeweils auf ihrer Homepage, wo die Polizei demnächst Geschwindigkeitskontrollen durchführen wird.

«Abzockerei» verhindern

Mit den Warnungen wollen die Grossräte verhindern, dass die Automobilisten unnötigerweise zur Kasse gebeten werden. Denn ein gravierendes Raserproblem hat der Südkanton nicht, wie man einer kürzlich veröffentlichten Antwort des Staatsrates auf eine Lega-Anfrage entnehmen kann.

So wurden im Monat Juni innerorts 2604 Automobilisten geblitzt, die mit 1-5 km/h zu schnell unterwegs waren. Hingegen waren bloss acht Automobilisten mit mehr als 40 km/h erwischt worden.

Das selbe Bild zeigte sich auf der Autobahn A2 bei Gentilino, wo die Höchstgeschwindigkeit 100 km/h beträgt. Über die Hälfte der 2654 geblitzten Automobilisten fuhr bloss 6-10 km/h zu schnell.

(sda)

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  • Thomas Jungo am 15.10.2008 16:15 Report Diesen Beitrag melden

    Super Sache

    Finde ich mehr als fair...wer sich danach noch blitzen lässt ist selber schuld...ich persönlich habe einen Dienst namens mogoroad.

  • max m am 10.10.2008 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Innerorts

    Innerorts ist es sinnvoll, leider ist Heute meistens schon 300m vor dem Ort 50, grenzt an Schwachsinn, Ausserorts sollte man es sehen können, wen es dann Erwischt, hat nicht Aufgepasst, alles andere ist Abzokke

  • RSA am 10.10.2008 19:03 Report Diesen Beitrag melden

    Schaut euch mal die Autos an

    vor 20 Jahren war 50/60/80/120. ja das Verkehrsaufkommen hat zugenommen. aber die Bremsanlagen der Fahrzeuge sind viel besser geworden. Vor Radar warnen NEIN - Mehr Toleranz bei 1-10kmh JA!!!!