05. November 2007 21:51; Akt: 05.11.2007 19:58 Print
Klimasünderin Kuh: WWF bringt Fleischsteuer ins Spiel
Eine Milchkuh schadet dem Klima laut eine Studie so sehr wie ein Auto. Der WWF will nun Fleisch verteuern und klimafreundliche Bauern belohnen.
Rund 10 Prozent der Treibhausgase werden von der Landwirtschaft verursacht. Die Abgase einer einzigen Milchkuh seien etwa so klimaschädlich wie die eines Kleinwagens, der 18 000 Kilometer im Jahr gefahren werde, behauptet der WWF Deutschland in einer gestern veröffentlichten Studie.
«Die Zahlen sind in etwa auf die Schweiz übertragbar», sagt Patrick Hofstetter vom WWF Schweiz. Allerdings seien die Kühe hier etwas kleiner und die Autos etwas grösser als in Deutschland. Gesamt verursacht die Landwirtschaft in der Schweiz den Gegenwert von 5,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid, etwa hälftig in Form von Methan – zum Beispiel Verdauungsgase von Kühen – und Lachgas, das beim Einsatz von Dünger im Boden entsteht.
Der WWF Schweiz fordert nun eine Art «Emissionssteuer» auf Fleisch, die aber auf den Konsumenten übertragen wird. Hofstetter: «Teureres Fleisch heisst weniger Konsum – und das weniger Treibhausgase.» Zudem soll die Subventionsvergabe zugunsten klimafreundlicher Bauern geändert werden.
AP/cde































