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Kampf gegen Kinderschänder
29. September 2009 22:45; Akt: 29.09.2009 21:25 Print
Pädophile Touristen sollen gemeldet werden
von Deborah Rast - Viele Schweizer reisen ins Ausland, um sich dort an Kindern zu vergehen. Doch auch dort können sie erwischt werden. Mutige Schweizer melden ihre pädophilen Landsleute den Behörden.
Seit einem Jahr ist das Risiko für Schweizer Pädophile, im Ausland erwischt zu werden, erheblich gestiegen. Viele Touristen haben die Möglichkeit ergriffen, mutmassliche Kinderschänder via ein Formular auf der Website des Bundesamtes für Polizei (Fedpol) zu melden.
Je schneller, desto besser
Beobachtet man einen potenziellen Kindsmissbrauch, sollte man laut Kinderschutz Schweiz besonders auf Details achten. Aussehen, Alter und das Hotel, in dem sich die Person aufhält, sind sehr wichtig. Nach Möglichkeit sollte man die Person oder die ganze Missbrauchssituation fotografieren. Auch sollte man sich genau einprägen, was die Person mit dem Kind macht und ob noch andere Leute die Situation beobachten. Dann sollte man sich beim Reiseleiter melden und die Beobachtungen auf dem Meldeformular eintragen. Je schneller man sich meldet, desto besser. www.stop-childsextourism.ch
Mit Erfolg: Aufgrund der Meldungen konnte bisher ein Verfahren eröffnet werden, vier weitere Fälle sind laut Fedpol in Abklärung. «In den meisten Fällen haben sich die Touristen nach den Ferien bei uns gemeldet», so Sprecher Stefan Kunfermann. In der Dominikanischen Republik etwa sei ein älterer Mann am Strand dabei beobachtet worden, wie er ein Mädchen geküsst habe.
Auch beim Kinderschutz Schweiz kennt man diese Situationen zur Genüge: «Im Ausland lebende Schweizer schildern oft Situationen, in denen Schweizer Männer mit kleinen Kindern im Meer baden und sie dabei begrapschen», so Ronja Tschümperlin, Juristin beim Kinderschutz Schweiz. Viele Schweizer mit entsprechenden Neigungen dächten, sie könnten sich im Ausland an Kindern vergehen, ohne dass dies Konsequenzen habe. Deshalb müssten verdächtige Situationen unbedingt gemeldet werden (siehe Info-Box).
Auch M-Travel Schweiz geht konsequent gegen Sex-Touristen vor: «Es ist auch schon vorgekommen, dass eine Reiseleiterin einen Kunden wegen Verdachts auf Kindersex-Tourismus bei den Behörden melden musste», so Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir.

























