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Swisscom Directories
18. Mai 2010 17:56; Akt: 19.05.2010 09:52 Print
Telefonbuch: Geliebt und gehasst
Die Auflage der Telefonbücher ist auf unter 4 Millionen Exemplare geschrumpft, viele Bücher landen direkt im Altpapier. Doch es gibt auch immer noch viele Anhänger des Jubiläums-Buches.
Dicke Post für die Zürcher Haushalte. In den vergangenen Tagen landete Band 21 des neuen Telefonbuchs in den Briefkästen der grössten Schweizer Stadt. Kaum ausgeteilt, stapelten sich auch schon die verpackten Exemplare vor den Hauseingängen. «Im Kreis 5 hat es an einigen Strassen praktisch vor jeder Türe frisch verpackte Telefonbücher, die auf die Altpapiersammlung warten», sagt Leser-Reporter Franz L. Auch vor der eigenen Türe seien über zehn Exemplare gelegen, nachdem sie am Tag zuvor in die Briefkästen gelegt worden waren. Das gleiche Bild hat Leser Willy H. auch im Kreis 11 angetroffen. Einzelne Bände der neuen Bücher seien bereits fein säuberlich gebündelt für das Altpapier bereitgestellt worden, sagt er.
Telefonbuch-Stapel im Kreis 5 in Zürich. (Bild: Leser-Reporter)
Das Telefonbuch feiert heuer sein 130-jähriges Bestehen. Doch im Internet-Zeitalter sind die dicken Schinken offenbar in vielen Haushalten nicht mehr erwünscht. Tatsächlich hat die Herausgeberin, Swisscom Directories AG, die Auflage noch einmal gesenkt. Wurde 2002 mit 5,2 Millionen Büchern die höchste Auflage erzielt, wurden 2009 noch 4,2 Millionen gedruckt. Die Ausgabe 2010 wurde noch einmal um
Eine repräsentative MACH Consumer-Studie aus dem Jahr 2009 der WEMF (AG für Werbemedienforschung) kam hingegen zu erstaunlichen Resultaten: Mehr als 82 Prozent der Bevölkerung nutzen nach wie vor das Telefonbuch, davon verwenden es rund 1,2 Mio. Menschen intensiv. Sie nehmen das Buch mehrmals im Monat zur Hand, um Adressen zu finden. «Die Umfrage hat gezeigt, dass viele Nutzer das Telefonbuch vor allem zu Hause als Alternative zum Internet verwenden», sagt Lüthi. Die Beliebtheit des Telefonbuches zeige sich laut Lüthi auch in einer anderen Zahl: «Rund
Trotzdem werden nach wie vor Hunderte Bücher direkt für die Altpapiersammlung gebündelt. Wie viele Exemplare das sind, weiss Lüthi nicht. Auch bei Entsorgung und Recycling Zürich hat man keine Zahlen. Auf der Homepage von ERZ gibt es allerdings eine Rubrik: «Dieses Papier gehört gebündelt und verschnürt an den Strassenrand.» Darunter steht: «Buch ohne Deckel, Kuvert, Taschenbuch, Telefonbuch, Zeitschrift, Zeitung usw.»
(meg)
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Alle 20 Kommentare





























Praktisch zum Basteln
Also ich brauche den Schunken nur noch zum Basteln. Total praktisch auch zum was Draufstellen oder als Unterlage beim Hämmern. Schon toll wie wir gratis und ungefragt zu solchen Heimwerker-Geschenken kommen. Danke.
Verschwendung Pur!!!!!!
Ich ärgere mich immer wieder über diesen Blödsinn, wer ein solches Telefonbuch braucht sollte es ganz einfache über eine Gratisnummer bestellen können! Aber eben es ist wie immer, einige verdienen sich dabei eine Goldige Nase und wir Konsumenten bezahlen ihnen den Swimmingpool!! Ha ha
Mehrfach thematisiert
2008 habe ich einen Leserbrief im Beobachter geschrieben. Daraus wurde 2009 ein Fernsehbeitrag beim Kassensturz. (Leider hat die Swisscom mit ihrem Joint Venture aus Swisscom und Publimedia (Werbebranche) überhaupt kein Interesse die Auflage zu senken. Leider blieb meine Facebookgruppe weitgehend unbeachtet. Es will also niemand etwas tun gegen diese Umweltverschmutzung. Schade eigentlich..