«Cityassassin»-Organisatoren

09. Oktober 2008 16:37; Akt: 09.10.2008 17:06 Print

«Wir sind geistig gesund»«Wir sind geistig gesund»

von Katharina Bracher - «Cityassassin»: Ist die Menschenjagd mit Wasserpistolen ein harmloses Räuber-und-Poli-Spiel? Oder gehören die Organisatoren zum Psychiater? Ein Experte warnt, die Zürcher Stadtpolizei gibt sich gelassen.

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Die Ankündigung des neuen Strassen-Games «Cityassassin» hat bei den Lesern von 20 Minunten Online für einigen Diskussionsstoff gesorgt: Während die einen das neue Strassen-Ballergame mit Wasserpistolen für «unnötig und lächerlich» halten, finden die anderen das Spiel «einfach nur geil» und freuen sich jetzt schon auf die Teilnahme. Nun haben sich auch die Organisatoren des Ballerevents bei 20 Minuten Online gemeldet.

Spielregeln sind den Gesetzen verpflichtet

«Wir sind geistig gesund und wollen einfach Spass», sagt einer der beiden 25jährigen Veranstalter von «Cityassassin» gegenüber 20 Minuten Online. Sicherheitsbedenken kennen die beiden Studenten nicht: «Die Teilnehmer dürfen natürlich nichts Ungesetzliches tun, um das Spielziel zu erreichen.» Dennoch könnten die Verfolgungsjagd ein Ärgernis werden, etwa wenn sich die Mitspieler in Einkaufsläden oder auf Bahnhöfen gegenseitig auflauern. Laut Veranstaltern ist aber auch ein gewisses Mass an Kreativität von den Spielteilnehmern gefordert: «Denkbar ist zum Beispiel, dass sich der Killer als Kurierdienst verkleidet, bei seinem Opfer an der Haustüre klingelt und mit seiner Wasserpistole losschiesst, sobald die Tür aufgeht.» Die Polizei wollten die Veranstalter eigentlich erst kurz vor Spielbeginn im November in Kenntnis setzen.

Polizei: «Entwicklung abwarten»

Tatsächlich hat man bei der Zürcher Stadtpolizei noch keinen Wind bekommen vom baldigen Kampfspektakel auf Zürichs Strassen. Die Ankündigung lässt Mediensprecherin Judith Hödl jedoch einigermassen kalt: «Da wir mit dieser Art von Spiel noch keine Erfahrungen gemacht haben, werden wir die Entwicklung im November abwarten und je nachdem über die Notwendigkeit von Massnahmen entscheiden.»

Gewaltförderndes Potenzial?

Die Veranstalter geben sich derweil der Vorfreude auf die Strassenschlacht im November hin. Doch was die einen als spannender Zeitvertreib sehen, finden die anderen gefährlich: Herbert Wyss ist Pädagoge mit Spezialisierung auf das Thema Jugend und Gewalt. Er und sein Team werden unter anderem von besorgten Schulleitern bei Verdacht auf Amokgefahr aufgeboten. Wyss erkennt in «Cityassassin» gewaltförderndes Potenzial: Er vergleicht «Cityassassin» mit Ego-Shooter Games, in deren Verlauf man in einer 3D-Welt gleich einer ganzen Gruppe von Feinden mit verschiedenen Schusswaffen den Gar ausmachen muss. Für Ego-Shooter Games sei das gewaltfördernde Potenzial bereits wissenschaftlich nachgewiesen, wie Wyss sagt. Er vermutet den gleichen Effekt auch bei «Cityassassin»: «Das Ausscheidungsverfahren, in dessen Verlauf nur ein Teilnehmer überleben kann, ist besonders fatal. Da verwandelt sich der anfänglich spielerische Charakter der Jagd sehr schnell in reelle Panik.» Hier sieht Wyss auch den Unterschied zu einem harmlosen Kinderspiel. «Ich habe Mühe, im Zusammenhang mit «Cityassassin» noch von einem Spiel zu sprechen. Es handelt sich um eine Menschenjagd und die Wasserpistole ist womöglich nur die Vorstufe zum bitteren Ernst.»

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  • PanDa hahaha am 11.10.2008 21:52 Report Diesen Beitrag melden

    Das kostet ja

    Hab die Homepage gesehen. Die verlangen von einen 30 Franken. xD ich bin doch nicht bechindert und zahle dafür.

  • borisinyo am 11.10.2008 21:43 Report Diesen Beitrag melden

    Spielverderber

    Diese Veranstaltung sollte Spass machen. Doch leider gibt es auch immer wieder Menschen, die depressiv drauf sind Lasst uns doch den Spass.

  • Marco Di Giuseppe am 10.10.2008 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Cityassasin

    Hallo.. Wollte fragen wie man sich da anmelden kann bei diesem freizeitspiel!? Könnt ihr mir weiter helen? Danke