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Zeichen für mehr Transparenz
11. September 2011 23:09; Akt: 11.09.2011 22:22 Print
Wermuth versteuert 46 200 Franken
Jungpolitiker Lukas Reimann und Cédric Wermuth legen ihre Steuerdaten offen – und wollen damit ihre Kollegen zu mehr Transparenz bewegen.
Sie wollen ein Zeichen setzen: SVP-Nationalrat Lukas ReimannDas Parlament
Lukas Reimann
SVP, SG
auf MerklisteDetails und Ex-Juso-Präsident Cédric WermuthDas Parlament
Cédric Wermuth
SP, AG
auf MerklisteDetails veröffentlichen ihre Steuerveranlagungen. Beide kämpfen nämlich für mehr finanzielle Transparenz in der Politik – wenn sie auch recht unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie diese aussehen soll.
Cédric Wermuth (SP).
Lukas Reimann (SVP).
Reimann ist treibende Kraft hinter der im Juni lancierten «Transparenz-Initiative». Mit dieser sollen Bundespolitiker verpflichtet werden, künftig ihre Nebeneinkünfte offenzulegen. «Die Politik muss glaubwürdiger und volksnäher werden. Wenn ein Politiker für ein Verwaltungsratsmandat mit jährlich zwei Sitzungen 50 000 Franken erhält, dann sollen die Bürger das
wissen», findet Reimann. Er selbst weist ein steuerbares Einkommen von 48 800 Franken aus.
Der SP-Nationalratskandidat Cédric Wermuth verdient mit gut 46 200 Franken fast gleich viel. Wermuth ist skeptisch gegenüber Reimanns Initiative: «Was Lukas Reimann fordert, ist nicht falsch, aber das grösste Problem lässt er bewusst weg: Die Parteispenden.» Die SP hat deshalb eine eigene Transparenz-Initiative in Vorbereitung. Denn auch die Spenden sollen vor den Wählern nicht mehr versteckt werden dürfen, findet Wermuth.
(amr/20 Minuten)
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Meine Güte!
Wir werden von "Working Poor" regiert. Oder von Steuerhinterziehern.
Verzerrtes Bild
Es ist wohl kaum wahrscheinlich, daß Herr Reimann als Nationalrat lediglich über einen Verdienst von 48800 Fr. verfügt. Insofern suggeriert die Berichterstattung ein vollkommen falsches und verzerrtes Bild.
Steuerdaten offen legen
Endlich machen zwei den ersten Schritt. Wahrscheinlich werden aber die langjährigen Politiker weiterhin ihren Sessel nicht frei machen und den Wählern gegenüber die Wahrheit auf den Tisch legen. Und diese werden leider trotzdem gewählt, aber nicht von mir.