SVP-Delegiertenversammlung

27. Januar 2012 14:05; Akt: 27.01.2012 14:21 Print

«Es wird nicht zu einer Revolution kommen»«Es wird nicht zu einer Revolution kommen»

von Jessica Pfister - Die Chance, dass die SVP-Basis morgen zum Rückzug von Ueli Maurer aus dem Bundesrat bläst, ist gering. Zu reden geben dürfte aber die Art der Wahl von Nathalie Rickli in die Fraktionsspitze.

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Die SVP-Delegierten stimmen am Samstag darüber ab, ob die Partei im Bundesrat verbleibt. (Archivbild) (Bild: Keystone)

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Kurz vor den Bundesratswahlen rasselte SVP-Parteipräsident Toni BrunnerDas ParlamentToni Brunner
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noch mit den Säbeln: Zwei Bundesratssitze - oder die SVP geht in die Opposition, forderte er damals lautstark. Doch aus der grossen Ankündigung ist trotz Wahlschlappe nichts geworden. So entschied die SVP-Bundeshausfraktion Ende Dezember nach einer vierstündigen Aussprache einstimmig, dass sie mit Ueli Maurer im Bundesrat bleiben will. Das letzte Wort in der Regierungsfrage wollte sie aber der Basis überlassen.

Diese fällt am Samstag ihr Verdikt - im Rahmen der Delegiertenversammlung im thurgauischen Berg. Bevor die Delegierten allerdings über den Verbleib der Partei im Bundesrat diskutieren können, referiert der neue SVP-Fraktionspräsident Adrian AmstutzDas ParlamentAdrian Amstutz
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über die Vor- und Nachteile einer Regierungsbeteiligung. Seine Stossrichtung ist klar: «Ich werde den einstimmigen Entscheid der Bundeshausfraktion vor der Basis klar vertreten», sagt er gegenüber 20 Minuten Online.

«Basis steht hinter Maurer»

Dass sich die Delegierten nach Amstutz' Worten noch gross auflehnen - damit rechnen nicht einmal die Hardliner, die kurz nach den Bundesratswahlen noch mit einer Opposition geliebäugelt haben. «Ich habe zahlreiche Rückmeldungen von Mitgliedern aus der Basis erhalten - der Verbleib von Ueli Maurer im Bundesrat ist unbestritten», sagt der Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin SchwanderDas ParlamentPirmin Schwander
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. Ähnlich sieht es sein Zürcher Parteikollege Toni BortoluzziDas ParlamentToni Bortoluzzi
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: «Es wird sicher gewisse Diskussionen geben, doch die Vernunft wird sich durchsetzen.» Die Basis stehe hinter Bundesrat Maurer. Damit sei die Ausgangslage eine ganz andere als noch bei Samuel Schmid im Jahr 2007. Damals hatte sich die Partei nach der Abwahl von Christoph BlocherDas ParlamentChristoph Blocher
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für einen Gang in die Opposition entschieden - obwohl mit Schmid eigentlich noch ein SVP-Vertreter in der Regierung sass.

Für Natalie RickliDas ParlamentNatalie Rickli
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zeigte diese einjährige Phase der totalen Opposition, dass es besser sei, mit einem Bein in der Regierung zu stehen als gar nicht. «Nur so können wir in der Ausländer- und der Sicherheitspolitik weiter unsere Standpunkte klar vertreten und finden auch Gehör», sagt die Zürcher Nationalrätin. Sie glaubt, dass die Mehrheit der Delegierten gleicher Meinung ist, auch wenn sich die Wogen bei der Basis nach den turbulenten letzen Monaten noch nicht geglättet hätten. «Es brodelt immer noch», weiss Rickli.

«Der Frust ist gross»

Eine gewisse Wut bei der Basis spürt auch der Walliser SVP-Nationalrat Oskar FreysingerDas ParlamentOskar Freysinger
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. In den Walliser SVP-Sektionen habe sich etwa die Hälfte für einen Gang in die Opposition ausgesprochen. «Der Frust, dass der grössten Partei wieder ein zweiter Bundesratssitz verwehrt wurde, ist immer noch gross.» Dennoch rechnet auch Freysinger nicht mit einer Revolution der Basis. «Besser das Zünglein an der Waage im Politsystem sein, statt eine Revoluzzerpartei.» Um das Vertrauen der Basis wieder zu gewinnen, müsse die SVP aber ihre bisherige Rolle in der Halbopposition nicht nur verstärken, sondern vor allem besser definieren. «Eine derart schlechte Kommunikation wie in der Affäre Zuppiger, bei den Bundesratswahlen und im Fall Hildebrand darf es nicht mehr geben», sagt Freysinger.

Und was, wenn die nationalen Politiker ihre Basis falsch einschätzen und diese am Samstag den Rückzug Maurers fordert? Der Verteidigungsminister würde dem Ruf wohl folgen. Wie er in einem Interview mit der «Sonntagzeitung» im Dezember sagte, könnte er statt regieren ebenso gut Velo fahren oder Strassen wischen.

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  • P14-G am 28.01.2012 00:19 Report Diesen Beitrag melden

    Nix da, Ueli!

    Lassen Sie mal schön die anderen die Strassen wischen, Herr Maurer! Wir brauchen Sie in Bern.

  • Hornet driver am 27.01.2012 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ueli schadet der Luftwaffe

    Ueli Maurer ist Unfähig.. Kein einziges Russisches kampfflugzeug wurde als tiger Nachfolger auch noch genauer betrachtet, dabei sind MiG-35, Su-35 und sukhoi T-50 hervorragende Maschinen (indinen hat erst gerade 44 neue Su-35 gekauft. Das er dann die SAAB Gripen auswählt (die klar unseren 15Jahre alten F/A-18 unterlegen ist) obwohl die Piloten und Mechaniker den Rafale befürworten zeigt das er keine Ahnung hat.

    • Steuer Zahler am 28.01.2012 00:08 Report Diesen Beitrag melden

      Natürlich...

      BR Maurer entscheidet ja auch völlig allein und bezieht in seine Meinungsbildung nicht etwa die Aussagen zahlreicher Experten mit ein.... oder? "Die Piloten und Mechaniker" sollen was anderes befürworten? Darum sind diese paar Ausreisser ja auch Piloten und Mechaniker und keine Entscheidungsträger.

    • Stefan am 28.01.2012 08:07 Report Diesen Beitrag melden

      Mal langsam, ja..

      Betrachte es doch mal nüchtern.. Ueli Maurer hat das einzig richtige getan. Denn einerseits möchte seine Luftwaffen und Armee-Führung neue Jet's andererseits gibt ihm die Linken das nötige Geld dazu nicht! Leistungsstarke Jet's mit zuwenig Geld? Glaub mir, schlussendlich werden sich alle mit diesem Kompromiss zufrieden geben.. Die Armeeführung weil sie neue Jet's haben und die Linken weil's nicht sooo viel kostet.

    • FLPL UP am 28.01.2012 08:10 Report Diesen Beitrag melden

      ja Super - Super Hornet...

      Ach übrigens, einige deiner Super Hornet's stehen bei der Schweizer LW mehr am Boden als Sie in der Luft sind... Dies nicht weil sie nicht gebraucht werden, sondern weil Sie so viele technische Probleme haben!

    • Xaver Dreher am 28.01.2012 11:01 Report Diesen Beitrag melden

      Ahnung ?

      Dann haben sie anscheinend auch keine Ahnung bei den Jets. Erstens schaut man allgemein Herr Maurer auf die Finger wie viel Geld er ausgibt, denn es ist ja bekannt, alles ist zu teuer,zweitens, sollte er es dem Volk auch noch recht machen, die meistens auch keine Ahnung von Jets haben. Hätte Herr Maure von Anfang an sich für die teureren Flieger entschieden wäre das auch wieder falsch gewesen. Nun sind sie wieder dran, mal sehen wie sie es jetzt sehen?

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  • Svp Wähler Und Stolz Darauf am 27.01.2012 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle gegen die Svp 

    Das toni brunner lautstark die opposition gefordert hat, ist schlichtweg die unwahrheit! Er hat es nur einmal in Erwägung gezogen! Aber entschieden wird das basisdemokratisch an der Deligiertemversammlung. Wann hört das mediale SVP-Bashing endlich auf!

    • Tom Driver am 28.01.2012 08:22 Report Diesen Beitrag melden

      Undemokratisch

      Weil die SVP eine Partei ist welche mit Un- und/oder Halbwahrheiten operiert und wie man jetzt wieder gesehen hat, die Demokratie sogar in den eigenen Reihen mit Füssen tritt. CB und seine Anhänger sind Machtmenschen welche eigene Interessen vertreten, ums Volk oder Wohlergehen der CH gehts da nicht!

    • Daniel Bucher am 28.01.2012 12:31 Report Diesen Beitrag melden

      SVP Bashing? Mir kommen die Tränen

      Die SVP ist diejenige Partei, die nur eine einzige Minderheit schützt: Nämlich die Abzocker. Alle anderen Minderheiten überzieht diese Partei mit Bashing. Man kann das Echo nicht dafür verantwortlich machen, was man ihm selbst entgegen schreit.

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