15. Januar 2006 21:18; Akt: 15.01.2006 21:20 Print

Feinstaub-Belastung: Bund und Stadt Zürich reagierenFeinstaub-Belastung: Bund und Stadt Zürich reagieren

Die Schweiz liegt seit zehn Tagen unter einer Glocke von Dreckluft. Am Wochenende erreichte die Feinstaub-Belastung wieder neue Höchstwerte. Die Zürcher Behörden prüfen nun ein Fahrverbot für «dreckige» Autos.

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An zehn von 13 Messstationen wurde am Wochenende der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter überschritten – in Zürich und Bern gar um das Zweieinhalb- bis Dreifache. Fachleute zeigten sich besorgt: «Die schlechte Luft schwächt den Körper, besonders die Atemorgane», sagte der Zürcher Kinderarzt Felix Sennhauser der «SonntagsZeitung». Längeres Joggen sei zurzeit nicht ratsam.

Nun reagiert Zürich: Nach dem Vorbild von Stuttgart (D) wird ein Fahrverbot für Autos mit hohen Abgaswerten geprüft. «Wir klären zurzeit ab, ob Zufahrtsbeschränkungen in der Stadt Zürich möglich wären», bestätigt der Leiter der kantonalen Lufthygienefachstelle, Hansjörg Sommer. Ein allfälliges Fahrverbot könne jedoch frühestens nächsten Winter umgesetzt werden. «Wir befinden uns erst im Ideenstadium», so Sommer. Auch der Bund will handeln: Umweltminister Moritz Leuenberger stellt heute ein Massnahmenpaket vor.

Die schnellste Änderung dürfte aber der anstehende Wetterumbruch bringen: «Am Dienstag wird sich kein Hochnebel mehr bilden», so Sabine Marbet von Meteonews. Dann gehe die Feinstaubbelastung zurück.(AP/nm)