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Cédric Wermuth
05. September 2010 22:20; Akt: 05.09.2010 21:43 Print
Enfant terrible will nach Bern
von Gaudenz Looser - Öffentliches Kiffen, Hausfriedensbruch und Provokationen ohne Ende: Als Juso-Präsident ist Cédric Wermuth (24) so erfolgreich wie umstritten. Im März 2011 tritt er zurück: «Ich will in Bern weitermachen.»

Juso-Präsident Cédric Wermuth. (Bild: Keystone)
Herr Wermuth, unter Ihrer Führung erlebten die Juso einen einmaligen Höhenflug; Gegner bezeichneten Sie dafür als «politischen Schreihals» – Ziel erreicht?
Cédric WermuthDas Parlament
Cédric Wermuth
SP, AG
auf MerklisteDetails: Die Juso haben in den letzten Jahren tatsächlich eine starke Dynamik erlebt. Wir haben einen Stil entwickelt, den man sich von der Linken nicht gewohnt war. Das war teilweise ein schwieriger Kulturwandel und provozierte auch intern heftige Kritik. Viele hatten Mühe mit der Personalisierung.
Und nun haben sich die Traditionalisten in der Partei durchgesetzt – und Ihnen den Rücktritt nahegelegt ...
(Lacht) Nein, aber man soll den Absprung im richtigen Moment schaffen: Ich will nicht zum Sesselkleber werden. Die starke Konzentration auf meine Person kann auch ins Negative kippen. Und wir haben viele Junge, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Ich werde mich aber auch weiterhin engagieren, deshalb möchte ich auch für den Nationalrat kandidieren.
Darf man Sie als «erwachsenen» Sozialdemokraten kiffend im Nationalrat erwarten oder werden Sie nun anständig?
Ich kiffe eigentlich gar nicht, daher wohl eher nein. Vor allem aber muss ich zuerst noch gewählt werden, darüber entscheidet immer noch das Volk. Aber ich stehe zu meinem politischen Stil und habe auch in Zukunft nicht vor, meinen Tonfall zu ändern.


























