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14. Mai 2007 19:43; Akt: 14.05.2007 20:36 Print
Warnung vor Terroranschlag in der Schweiz
Armeechef Christophe Keckeis rechnet mit einem Terroranschlag in der Schweiz: Die Schweiz sei Teil des Westens und kein Sonderfall, wie viele Leute meinten.
«Die Neutralität schützt uns nicht vor dieser Bedrohung», sagte Keckeis in einem vorab publizierten Interview mit der «Zürcher Landzeitung» vom Dienstag. Für Terroristen bedeute Neutralität gar nichts. «Wir müssen damit rechnen, dass sich ein Anschlag ereignet, ja ich bin sicher, dass er passieren wird.»
Armeechef Keckeis: «Neutralität schützt uns nicht vor dieser Bedrohung».(Bild: Keystone)
Gleichzeitig machte sich Keckeis für eine Vernetzung der Schweizer mit ausländischen Armeen stark. Heute sei die Bedrohungslage globalisiert. Deshalb müsse die Antwort darauf auch integral und global sein.
Es sei heute nicht mehr denkbar, dass die Schweiz eine Eigenlösung produziere, weil sie in Europa im Herzen aller denkbaren Szenarien liege. Er sei deshalb völlig offen für eine stärkere internationale Vernetzung.
Bereits im August 2004 hatte sich Keckeis in einem Interview mit dem «Magazin» des «Tages-Anzeiger» zum Thema Terrorismus geäussert. Die Bekämpfung des Terrorismus sei «kein Auftrag für eine Armee», sagte der Armeechef damals.
Für ein Sicherheitsdepartement
Im Zusammenhang mit der Diskussion über die Neuordnung der Departemente befürwortet Keckeis die Schaffung eines Sicherheitsdepartements. Maximale Sicherheit gebe es nur, wenn Armee, Nachrichtendienste und Grenzschutz in einem Departement vereint seien.
Er gehe zudem davon aus, dass die Armee in Zukunft nicht weniger, sondern mehr zivile Sicherheitsaufgaben übernehmen werde. Der Druck durch die Bedrohung des internationalen Terrorismus steige.
«Satt» habe er es indes, wenn man ihm vorwerfe, die Armee habe keinen Auftrag mehr und reisse nun zivile Sicherheitsaufgaben an sich. Die Armee werde als Prügelknabe missbraucht. «Wir machen ja nur, was uns befohlen wird.»
(sda)

























