16. Juni 2007 10:03; Akt: 16.06.2007 10:22 Print

Schweizer Soldaten in den Südsudan?Schweizer Soldaten in den Südsudan?

Der scheidende Armeechef Christophe Keckeis fordert ein stärkeres Engagement der Schweizer Armee im Ausland. Gleichzeitig ist er der Meinung, dass Munition weiterhin zusammen mit dem Gewehr im Haus bleiben sollte.

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Denkbar wäre zum Beispiel ein Einsatz im Südsudan, sagt Keckeis in einem am Samstag veröffentlichten Interview des «Tages-Anzeigers».

Es habe im Südsudan bereits eine Erkundungsmission unter Beteiligung von zwei Spezialisten des Verteidigungsdepartements gegeben, sagt Keckeis. Das Aussendepartement verfolge die Pläne weiter.

Für den Armeechef kommen für die Schweizer Armee nicht nur friedensfördernde, sondern auch friedenserzwingende Einsätze in Frage. Diese wären seiner Meinung nach vereinbar mit der Neutralität. Es handle sich jedoch um einen politischen Entscheid, der erst reifen müsse.

Munition zu Hause lagern

Im Gegensatz zum Bundesrat ist Keckeis nach wie vor der Ansicht, dass die Taschenmunition nicht im Zeughaus gelagert werden sollte. Waffe und Munition gehörten zusammen, sagt Keckeis. «Ich füge mich aber dem politischen Willen, solange die Waffe Teil der persönlichen Ausrüstung bleibt.»

Keckeis zieht eine positive Bilanz seiner Amtszeit, die Ende Jahr ausläuft. 80 Prozent der Ziele seien erfüllt, sagt Keckeis in einem Interview der Zeitung «Le Temps».

Zufrieden mit Nachfolger

Nun gehe es darum, seinen Nachfolger fit zu machen. Der Bundesrat wählte vor rund einer Woche Roland Nef zum neuen Armeechef. Er sei «sehr glücklich» über diese Wahl, sagte Keckeis. Er wisse, dass Nef seine Philosophie teile.

Nef hielt sich nach seiner Wahl in Interviews bezüglich seiner Meinung zum Ausbau der Auslandeinsätze bedeckt. Es handle sich um eine Frage der politischen Gewichtung, er halte sich strikt an das Primat der Politik.

(sda)

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  • Roger am 18.06.2007 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Stgw und Taschemunition

    Was soll die Diskussion wegen des Sturmgewehrs und der Munition. Es steht von je her jeden frei beides im Zeughaus zu deponieren wenn er will und es vor dem Einrücken wieder zu holen.

  • L.M. am 18.06.2007 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Schweiz!

    Typisches Schweizer Denken: Sich aus allem raushalten ohne Ahnung von der Situation zu haben! Informiert Euch zuerst mal was im Sudan so abgeht und dann fragt euch, ob ihr in einer solchen Situation nicht um jede Hilfe froh wäret! Ein Vergleich mit den USA ist hier unangebracht!!

  • zelot am 17.06.2007 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    wenn

    herr keckeis gehen will, dann soll er das auch tun, aber nur er. mal schauen ob er das für eine gute idee hält.......