Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
16. Juni 2007 10:03; Akt: 16.06.2007 10:22 Print
Schweizer Soldaten in den Südsudan?
Der scheidende Armeechef Christophe Keckeis fordert ein stärkeres Engagement der Schweizer Armee im Ausland. Gleichzeitig ist er der Meinung, dass Munition weiterhin zusammen mit dem Gewehr im Haus bleiben sollte.
Denkbar wäre zum Beispiel ein Einsatz im Südsudan, sagt Keckeis in einem am Samstag veröffentlichten Interview des «Tages-Anzeigers».
Christophe Keckeis.(Bild: Keystone)
Kinder leiden
Im Sudan werden der UNO zufolge weiter Kinder entführt und als Soldaten, Zwangsarbeiter oder Sexsklaven eingesetzt. Diese Verbrechen würden insbesondere in der Unruhe- Provinz Darfur begangen, teilte das Komitee für die Rechte der Kinder am Freitag mit.
Wer für die Verschleppungen verantwortlich sei, sagte das Komitee der Vereinten Nationen (UNO) nicht. In Darfur gehen Reitermilizen gegen die Bevölkerung vor.
Der UNO zufolge sind dabei mehr als 200 000 Menschen getötet und zwei Millionen vertrieben worden. Der Sudan selbst spricht von 9000 Toten. (sda)
Es habe im Südsudan bereits eine Erkundungsmission unter Beteiligung von zwei Spezialisten des Verteidigungsdepartements gegeben, sagt Keckeis. Das Aussendepartement verfolge die Pläne weiter.
Für den Armeechef kommen für die Schweizer Armee nicht nur friedensfördernde, sondern auch friedenserzwingende Einsätze in Frage. Diese wären seiner Meinung nach vereinbar mit der Neutralität. Es handle sich jedoch um einen politischen Entscheid, der erst reifen müsse.
Munition zu Hause lagern
Im Gegensatz zum Bundesrat ist Keckeis nach wie vor der Ansicht, dass die Taschenmunition nicht im Zeughaus gelagert werden sollte. Waffe und Munition gehörten zusammen, sagt Keckeis. «Ich füge mich aber dem politischen Willen, solange die Waffe Teil der persönlichen Ausrüstung bleibt.»
Keckeis zieht eine positive Bilanz seiner Amtszeit, die Ende Jahr ausläuft. 80 Prozent der Ziele seien erfüllt, sagt Keckeis in einem Interview der Zeitung «Le Temps».
Zufrieden mit Nachfolger
Nun gehe es darum, seinen Nachfolger fit zu machen. Der Bundesrat wählte vor rund einer Woche Roland Nef zum neuen Armeechef. Er sei «sehr glücklich» über diese Wahl, sagte Keckeis. Er wisse, dass Nef seine Philosophie teile.
Nef hielt sich nach seiner Wahl in Interviews bezüglich seiner Meinung zum Ausbau der Auslandeinsätze bedeckt. Es handle sich um eine Frage der politischen Gewichtung, er halte sich strikt an das Primat der Politik.
(sda)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 69 Kommentare




























Stgw und Taschemunition
Was soll die Diskussion wegen des Sturmgewehrs und der Munition. Es steht von je her jeden frei beides im Zeughaus zu deponieren wenn er will und es vor dem Einrücken wieder zu holen.
Typisch Schweiz!
Typisches Schweizer Denken: Sich aus allem raushalten ohne Ahnung von der Situation zu haben! Informiert Euch zuerst mal was im Sudan so abgeht und dann fragt euch, ob ihr in einer solchen Situation nicht um jede Hilfe froh wäret! Ein Vergleich mit den USA ist hier unangebracht!!
wenn
herr keckeis gehen will, dann soll er das auch tun, aber nur er. mal schauen ob er das für eine gute idee hält.......