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Vergewaltigung im WK
16. Oktober 2008 12:56; Akt: 16.10.2008 13:08 Print
Ein Dorf zwischen Schock und Trauer
von Didier Bender - Der Verdacht wiegt schwer: Im idyllischen Cortaillod soll kürzlich eine Soldatin während eines WKs von Kameraden vergewaltigt worden sein. Die Einwohner des Dorfs am Neuenburgersee zeigen sich betrübt darüber.
«Wenn ich das lese, bin ich überrascht». In einem Lokal in Cortaillod hat das Wirtepaar die Geschichte erst aus der Presse erfahren. «Das ist traurig», ist sein Kommentar. «Wir hatten keine Probleme mit diesem WK. Wir hatten mit sympathischen Leuten zu tun. Wir haben keinerlei Gehässigkeiten bemerkt.»
Ein schwerwiegender Verdacht stört das Idyll der kleinen Neuenburger Gemeinde: Eine Soldatin soll vergewaltigt worden sein.
Die Leute in dem Neuenburger Dorf haben von dieser Affäre am Mittwochmorgen über die Medien erfahren. Niemand hat irgendwelche Exzesse während des WKs wahrgenommen. Auch im Einkaufszentrum, das sich direkt über der Zivilschutzanlage befindet, hat man nichts bemerkt, was auf einen solchen Vorfall hätte hinweisen können. Die Soldaten hätten zwar Alkohol gekauft, sagt der Geschäftsführer des Lebensmittelladens, aber nicht mehr als üblich.
Der Gemeindepräsident will nichts sagen
Genau wie die Einwohner von Cortaillod, die sich zu dem Vergewaltigungsverdacht nicht äussern wollen, hält sich auch die Gemeinde bedeckt. Man will die Polemik nicht anheizen und auch keine Stellung beziehen. «Auch wenn diese Affäre traurig ist, werden die Behörden nichts dazu verlautbaren lassen», sagt Jean-Marc Paroz, der Gemeindepräsident von Cortaillod. «Das geht einzig die Armee etwas an. Die Gewaltentrennung führt dazu, dass man uns gar nicht informiert.»
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