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Widmer-Schlumpf: Angst vor Zürcher Sechseläuten

von Marco Lüssi

Bundesrätin Widmer-Schlumpf will nun doch nicht ans Sechseläuten – aus «Sicherheitsgründen».

Eveline Widmer-Schlumpf.
Eveline Widmer-Schlumpf.
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Das sagt Christoph Blocher
Anders als Eveline Widmer-Schlumpf wird der abgewählte Bundesrat Christoph Blocher am Sechseläuten teilnehmen. Auf die Frage, ob auch er Drohungen erhalten habe, sagte Blocher gestern zu 20 Minuten: «Über Drohungen spricht man nicht. Man übergibt sie still der Polizei.» Die Absage von Auftritten sei für ihn nie ein Thema gewesen: «Ich habe – trotz Drohungen – alle Auftritte stets wahrgenommen.»

Eigentlich hätte die neue Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf beim Sechseläuten am 14. April als Ehrengast der Zunft Fluntern durch die Zürcher Innenstadt paradieren sollen. Doch daraus wird nichts: Die Justizdirektorin hat ihre bereits gemachte Zusage zurückgezogen, wie die NZZ berichtete. Grund sind laut Fluntern-Zunftmeister Felix E. Müller «massive Beschimpfungen und Bedrohungen».

Die Zürcher Stapo war in diesen Entscheid nicht involviert. «Wir wären in der
Lage gewesen, die Sicherheit von Eveline Widmer-Schlumpf zu garantieren», sagte Stapo-Sprecher Marco Cortesi. Kein Verständnis für ihren Rückzieher hat man bei der SVP: «Sie hat wohl Angst, ausgepfiffen zu werden», sagt SVP-Sprecher Alain Hauert. Weder dies noch Drohungen seien jedoch ein Grund, in einem freien Land wie der Schweiz auf Auftritte zu verzichten. Für die Politologin Regula Stämpfli ist die Absage ein «kluger, wenn auch nicht gerade mutiger Schachzug»: Bei der derzeitigen Aufregung in ihrer Partei sei Widmer-Schlumpf daran interessiert, nicht zu provozieren, und schränke ihre Auftritte ein.

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