Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Streitgespräch Minarette
04. November 2009 13:43; Akt: 04.11.2009 17:59 Print
«Das Minarett-Verbot ist nur der Anfang»
Im Video-Talk auf 20 Minuten Online kreuzten die Nationalräte Walter Wobmann (SVP) und Daniel Jositsch (SP) die Klingen zur Anti-Minarett-Initiative. Es entbrannte eine heisse Debatte, die nur am Rande das Thema Minarette streifte.
-
Wirtschaftsverbände warnen: Anti-Minarett-Initiative schadet Ruf der Schweiz
-
Tag der offenen Moscheen: Moschee-Besuch soll Vorurteile abbauen
-
SVP-Umgangston: Harsche SVP-Attacke gegen eigenen Mann
-
Menschenrechte: UNO kritisiert Anti-Minarett-Initiative
-
Anti-Minarett-Initiative: Ein harter Schlag für die Schweizer Diplomatie
- Dossiers
-
Anti-Minarett-Initiative
- Was meinen Sie?
-
Moscheen in der Schweiz
-
Anti-Minarett Plakate
-
Anti-Minarett-Initiative - die Werbekampagne der User gegen ein Verbot
Soll die Schweiz den Bau von Minaretten verbieten? Ist das eine Diskriminierung der Muslime? Und droht der Schweiz eine Islamisierung? Die Debatte zwischen den Nationalräten Walter WobmannDas Parlament
Walter Wobmann
SVP, SO
auf MerklisteDetails (SVP) und Daniel JositschDas Parlament
Daniel Jositsch
SP, ZH
auf MerklisteDetails (SP) war wie erwartet heiss. Doch das Minarett war nur am Rand das Thema: «Das Minarett-Verbot ist nur ein Zeichen», sagte Walter Wobmann, ein Mitinitiant der Initiative. Es gehe darum, die schleichende Islamisierung zu stoppen. «Wir haben in der Schweiz Ehrenmorde, Genitalbeschneidungen und Zwangsehen – das kann man nicht dulden», so Wobmann im Live-Video-Talk.
Kurz vor der Abstimmung über die Anti-Minarett-Initiative vom 29. November nutzen viele Moscheen in der Schweiz die Gelegenheit zur Kommunikation: Sie öffnen am 7. November ihre Pforten und bieten allen Interessierten Informationen aus erster Hand.
Der Tag der offenen Moschee findet in den Kantonen Aargau, in beiden Appenzell, Basel, Bern, Freiburg, Graubünden, Luzern, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau, Waadt, Zürich und Liechtenstein statt. Hunderte Moscheen öffnen ihre Pforten, wie der Dachverband islamischer Gemeinden der Ostschweiz (DIGO) am Montag mitteilte. Weitere Infos unter anderem auf: digo.ch oder islam.ch.
Initianten würden alle Muslime bestrafen
Ein Steilpass für Daniel Jositsch: «Von Islamisierung zu sprechen, ist ein Witz», sagte der Zürcher SP-Nationalrat. Und selbst wenn es tatsächlich einen solchen Trend gebe, ein Verbot von Minaretten ändere daran nichts. «Diese Probleme lösen wir nur mit Gesetzen und deren rigoroser Umsetzung», so Jositsch. Die Initianten würden aber lieber alle Muslime bestrafen, als sich der wirklichen Probleme wie Zwangsehen oder Genitalverstümmelungen annehmen. Diese Initiative schüre nur Angst unter den Muslimen und bringe gar nichts.
«Die nächsten Initiativen sollten sich deshalb genau gegen solche Punkte richten», stimmte Wobmann überraschend zu. Das Minarett-Verbot dürfe nur der Anfang sein: «Es braucht weitere Schritte.» Er könne sich gut weitere Verbote vorstellen, vor allem was die Burka und das Kopftuch betreffe.
(amc)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 398 Kommentare




























Die ach so bösen Schweizer ...
Ich war soeben auf einer beruflichen Auslandreise. Mehrmals bin ich auf die Minarettinitiative angesprochen worden. Ausnahmslos wurde mir "stellvertretend für das mutige Schweizervolk, das eine Vorreiterrolle einnimmt" (Zitat eines Direktors eines Fünfstern-Hotels) gratuliert. In den jeweiligen Diskussionen zeigte sich, dass die Annahme einer solchen Initiative im Ausland vmtl. über 80% wäre! Und im Inland jammern die schlechten Verlierer ...
Schäme mich Schweizer zu sein
Mal an alle die sich schämen Schweizer zu sein und am liebsten Ihren Pass abgeben würden, WER hindert Euch? Reist doch aus und nehmt Eure Freunde gleich mit, sie werden Euch bestimmt mit offen Armen in ihren Heimatländern empfangen. Rosenkranz und Kreuz nicht vergessen dann wird der Aufenthalt bestimmt noch spannender.
RE: "Schäme mich Schweizer zu sein"
Sorry, diese Einstellung ist so arm und das Argument eher spassig. Was sollen diese Vergleiche? Dass in anderen Ländern einiges anders läuft als in der CH ist wohl jedem klar und darüber sind wir in vielen Dingen froh. Eben deshalb sind für mich solche Generalverbote der falsche Weg. Ich höre immer wieder "bei denen darf man auch keine Kirchen bauen"... Na und? Sind dies unsere Vorbilder oder haben wir eine eigene Meinung? Die Befürworter sind es, die anscheinend in der Schweiz die gleichen Verhältnisse wie in den angesprochenen Heimatländern anstreben. Schizophren evtl.?
Minaretverbot
Hallo Schweizer, ich gratuliere euch. Ihr habt Mut gezeigt und angefangen Grenze zu zeigen. Ich bin gegen Islam, Koran lehrt kein Toleranz und kein Religionfreiheit. Islam ist gegen Demokratie. Wie sagte, Erdogan: Minaret sind unsere Bajonette, Mosche sind Kaserne, Gläubige sind Soldaten. Ach du Schreck, das klingt nach Kriegserklärung gegenüber christliche Abendland. Von Religionfreiheit keine Spur. Wenn das so ungehindert weiterlaufen würde, will ich nicht daran denken wenn mein Urenkeltochter gezwungen wird wegen Islamisten mit Kopftuch herumlaufen must. Oh, Nein. Deshalb wehret den Anfan