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Spannungen mit China
15. März 2010 15:17; Akt: 15.03.2010 19:11 Print
Bundesrat will den Dalai Lama nicht treffen
von Lukas Mäder, Bern - Der Termin des Schweiz-Besuchs steht schon lange fest. Dennoch will der Bundesrat den Dalai Lama nicht treffen — angeblich aus terminlichen Gründen.

Wird es dieses Jahr nicht geben: Ein Treffen zwischen einem Bundesrat und dem Dalai Lama, wie es letztmals 2005 mit dem damaligen Bundesrat Pascal Couchepin als Religionsminister am Rande einer Veranstaltung an der ETH Zürich stattfand. (Bild: Keystone)
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Dem Bundesrat ist offenbar ein Treffen mit dem Dalai Lama zu heikel: Er wird das religiöse Oberhaupt der Tibeter nicht empfangen, wenn dieser Anfang April die Schweiz besucht. Offiziell macht Aussenministerin Micheline Calmy-Rey terminliche Gründe geltend, wie sie in der Fragestunde des Nationalrat erklärte. Auch an der 50-Jahr-Feier zu Ehren der Aufnahme der ersten tibetischen Flüchtlingen wird kein Vertreter der Landesregierung teilnehmen. Der Besuch ist laut Calmy-Rey terminlich ungünstig.
BesuchsprogrammDer Dalai Lama wird am 8. April in Zürich an den Feierlichkeiten zu 50 Jahre Tibeter in der Schweiz teilnehmen. Damals kamen die ersten tibetischen Flüchtlinge in die Schweiz. Dafür möchten sich die Tibeter bei der Schweiz bedanken. Zum Festanlass sind unter anderem der Bundesrat, die Zürcher Regierung, sowie National- und Ständeräte eingeladen.
Am Samstag, dem 10. April, spricht der Dalai Lama von 8.30 bis 9.30 Uhr zu den Teilnehmern des First European Tibetan Youth Parliament sowie zu den Mitgliedern des Vereins Tibeter Jugend in Europa, der dieses Jahr sein 40-jähriges Jubiläum in der Schweiz feiert.
Vom 9. bis 11. April wird der Dalai Lama an der Mind and Life Conference im Kongresshaus Zürich teilnehmen. Diese findet zum Thema Uneigennützigkeit und Mitgefühl in der wirtschaftlichen Systemen statt. Zum Abschluss gibt es am Sonntagnachmittag, 11. April, von 13.30 bis 15.30 Uhr einen Public Talk im Hallenstation. Der Dalai Lama spricht auf Englisch mit deutscher Übersetzung zum Thema Universelle Verantwortung und Wirtschaft. (mdr)
Die Begründung des Bundesrats ist fadenscheinig, denn der Termin war ihm bereits seit Ende September 2009 bekannt. Damals hatte SP-Nationalrat Mario Fehr in einer Anfrage an den Bundesrat den Termin des Besuchs bekanntgegeben und gefragt, ob die Regierung sich diesen vormerken wird. In der bundesrätlichen Antwort hiess es nur unverbindlich, der Vertreter des Dalai Lama in der Schweiz noch keine Anfrage für ein Treffen an die Regierung gerichtet habe. Die Begründung ist zudem nicht neu: Bereits im August 2009 verzichtete der Bundesrat auf ein Treffen mit dem Dalai Lama — ebenfalls aus angeblich terminlichen Gründen.
Feindlicher Akt gegenüber China
Für Fehr ist die Absage des Bundesrats ein Bückling vor China, wie er bereits letzte Woche gegenüber 20 Minuten Online sagte. Und auch Fehrs Parteikollege Fabio Pedrina findet die Begründung schwach und unglaubwürdig. Denn anstatt terminlichen Gründen dürfte der mögliche Zorn Chinas den Bundesrat von einem Treffen abgehalten haben. Die Volksrepublik war bereits durch die Aufnahme von zwei Uiguren aus Guantánamo Ende Januar erzürnt worden. Denn China betrachte den Dalai Lama als öffentliche Person, dessen Ziel die Unabhängigkeit des Tibet sei, sagte Calmy-Rey. Deshalb sei auch ein Treffen mit ihm in chinesischer Lesart ein feindlicher Akt, so die Aussenministerin auf die Frage, ob die chinesische Botschaft beim Bundesrat interveniert habe. «In diesem Kontext ermahnen die Vertreter Chinas alle Länder inklusive der Schweiz, den Dalai Lama nicht zu empfangen.»
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Alle 411 Kommentare




























ghadaffi
gaddafis vorschlag, calmy rey in den genfersee zu werfen wird mir immer sympatischer! eigentlich sollten wir dann die anderen 6 schleimbeutel hinterherwerfen! habt ihr eigentlich gewusst, dass es calmy-reys auftrag ist, die schweiz so schnell wie möglich, gegen den willen des volkes, in die eu zu bringen?
Die Schweiz für Tibet - 10. April 2010
Volksempfang statt Treffen mit dem Bundesrat. Für alle, die aktiv ihre Solidarität beweisen wollen, gibt jetzt die Gelegenheit dazu. Wie heute bekannt wurde, findet am 10. April 2010 in Zürich eine Kundgebung statt. Wo genau ist noch nicht geklärt. Mehr Infos folgen werden in den nächsten Tagen sicher noch folgen.
(Miet-) Beschiss - Seite des Rechts?
das sieht unserer BR- CH wieder ähnlich- das ist schon sehr beschämend, wie die da wursteln im verkehrten sinne rum- kuschen vor Korrupten statt die Unterdrückten zu unterstützen! Das ist dasselbe wie wir hier Zuhaus erleben- Diejenigen die im Recht sind, werden korrupt ausgenutzt und unterdrückt, auch von MSB und Staat alleinegelassen und weiter vernichtet- hauptsache die "Kohle Läuft?" Aber Hallo? SHAME on YOU (BR) ! & Grüsse an alle auf der Seite des Rechts