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14. Juni 2007 22:56; Akt: 14.06.2007 22:56 Print
Schönheits-OP: Boom als Gefahr
Der boomende Markt für Schönheitschirurgie zieht auch schwarze Schafe an. Patientenschützer fordern von den Ärzten mehr Transparenz.
Eine Nachbesserung bezüglich Qualitätskontrolle könnte der Schweizer Schönheitsindustrie nicht schaden: «Die Branche ist ein lukratives Haifischbecken, in dem viele mitmischeln wollen», so Pia Ernst von der Schweizerischen Patientenorganisation. Spezialist oder Schönheitschirurg seien keine geschützte Titel. «Mit dem Markt wächst auch die Gefahr von Anbietern ohne Erfahrung oder Kompetenz», warnt sie. Behandlungsfehler können die Folge sein. «Anfragen wegen misslungener Brust- und Augenlidoperationen oder Fettentfernungen sind am häufigsten.»
Bald könnten weitere hinzukommen: In den USA sind Eingriffe im Genitalbereich wie etwa eine Schamlippenverkleinerung der letzte Schrei. Laut Sandra Neeracher von der Zürcher Klinik Pyramide am See hat diese Welle die Schweiz aber noch nicht erreicht: «Wir kriegen kaum solche Anfragen.»
Pia Ernst empfiehlt, bei der Wahl der Arztpraxis auf Seriosität und Transparenz zu achten sowie eine Zweitmeinung einzuholen. Von der Ärztevereinigung FMH fordert sie nachprüfbare Qualitätskriterien für die Patienten. Längst nicht alle schwören aber auf die Medizin: Laut einer Umfrage von 20 Minuten lehnen 40 Prozent eine Schönheits-OP ab.
Reza Rafi

























