Umfrage

10. Februar 2010 07:55; Akt: 10.02.2010 10:33 Print

Die Pendler selbst sind das grösste ÄrgernisDie Pendler selbst sind das grösste Ärgernis

von Adrian Müller - Die Pendlerseele kocht: Wie eine Umfrage von 20 Minuten Online und zahlreiche Kommentare zeigen, ärgern sich die Bahnreisenden nicht primär über die SBB, sondern über die anderen Passagiere.

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Die Pendler regen sich am häufigsten über andere Passagiere auf. (Bild: Keystone)

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Zurückgelassene Papiertaschentücher, stinkender Fast-Food-Abfall, zugedröhnte Jugendliche: Fast 60 Prozent der Leser von 20 Minuten Online stören sich am häufigsten am Verhalten anderer Passagiere, wie eine Umfrage mit 2108 Teilnehmern zeigt. Dieser Ärger widerspigelt sich auch in der offiziellen SBB-Kundenzufriedenheitsstatistik (20 Minuten Online berichtete): In der Kategorie «Wohlbefinden» sank der Wert innert Jahresfrist um einen Punkt. «Wenn nicht jeder seinen Dreck liegen lassen würde oder die Beine auf die Sitze legen würde, wäre in den Zügen auch mehr Ordnung», sagt User Alex.

Quasselstrippen als grösstes Ärgernis

Am meisten auf die Palme werden die Leser von 20 Minuten Online gebracht, wenn ihr Gegenüber mit dem Handy telefoniert. Taschen, die Sitzplätze in vollen Zügen besetzen, folgen mit 15 Prozent auf Platz zwei. Stinkt der Nachbar, stört das 13 Prozent. Die Leser haben erstaunlich viel Verständnis für die viel getadelten Bundesbahnen: «Das grösste Problem sind die egoistischen Passagiere, die keine Rücksicht auf andere nehmen», meint Martin. Noch weiter geht User Emanuel: «Wir jammern auf hohem Niveau. Wer in unsere Nachbarländer geht, weiss die SBB zu schätzen – wir sollten viel eher stolz auf sie sein.»

Enge Platzverhältnisse als Dauerbrenner

Diese Einstellung teilen rund zwei Drittel der 20-Minuten-Leser: 67.7 Prozent sind ganz oder mehrheitlich zufrieden mit dem Service des öffentlichen Verkehrs, nur 6.8 Prozent überhaupt nicht. Wie erwartet, bleiben die Hauptkritikpunkte die engen Platzverhältnisse in den Stosszeiten sowie die Verspätungen: «Jedes Mal, wenn ich Zug fahre, habe ich keinen Platz, man kann noch knapp in den Wagen einsteigen. Trotzdem steigen die Preise stetig», enerviert sich Userin Claudia. Werner Leu stinkt es auch: «Die WCs sind immer öfter abgeschlossen. Ich lasse meine Kinder zwangsläufig in die Ecke urinieren.»

Günstigere Tickets als grösster Traum

Unsere Leser gehören zu den fleissigsten ÖV-Nutzern der Welt: Fast 70 Prozent geben an, (fast) täglich mit Bahn, Tram oder Bus unterwegs zu sein. Kostenloses W-Lan in den Bahnwagen wird dabei nicht sonderlich gewünscht. Das grösste Begehren der Vielfahrer sind günstigere Tickets sowie zusätzliche Züge während den Stosszeiten.

Leser Christian gibt allen durch enge Platzverhältnisse geplagten Passagieren seinen persönlichen Tipp: «Früh aufstehen lohnt sich. Mein Zug von Aarau nach Bern ist frühmorgens nur zu gut 20 Prozent besetzt, wenig später müsste ich stehen. Zudem sind an den Zug-Enden vielfach noch Plätze frei.»

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  • Egon am 20.02.2010 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    Schmarotzer

    Es gibt in den Zügen viele Egoisten.

  • M.H am 20.02.2010 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Tasche oder füsse auf sitz

    jeder zahlt für ein sitzplatz als wer 2 baucht muss 2 tikets lösen. problem gelöst

  • Fabio am 19.02.2010 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Mandanici

    Ich stelle meine Tasche, wenn ich eine habe, auch vorrübergehend auf dem Nebensitzplatz, aber wenn ich sehe das jetzt der Bus oder Zug langsamm voll wird, nehme ich die Tasche weg damit sich einer hinstellen kann ohne damit er mich fragen muss, denn ich finde dass hat einfach mit Anstand zu tun !