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10. Oktober 2007 17:12; Akt: 10.10.2007 17:12 Print
Flat Rate Tax: Nur Reiche profitieren
Der Bund liess mögliche Steuerszenarien untersuchen - auch die von der FDP propagierte Flat Rate Tax. Das Urteil der Studie: Die Flat Rate Tax ist zwar äusserst einfach. Die Konsequenzen wären aber «klar ungünstig» - ausser für Reiche.
Steuerreformen mit dem Ziel der Wachstumsförderung würden nicht ohne schmerzhafte soziale Auswirkungen bleiben. Sie würden namentlich bestehende Ungleichheiten noch verstärken. Das stellt eine im Bundesauftrag erstellte Studie der Uni St. Gallen fest.
Die am Mittwoch veröffentlichte Studie von Professor Christian Keuschnigg befasst sich mit einer Reihe möglicher Szenarien einer Steuerreform. Dazu gehört die Flat Rate Tax, die von der FDP und Finanzminister Hans-Rudolf Merz gewünscht wird: in der direkten Bundessteuer soll ein Einheitssteuersatz den progressiven Tarif ablösen.
Reiche profitieren
Davon würde laut Studie vor allem die oberste Einkommensschicht am meisten profitieren. Die mittleren und unteren Einkommen müssten hingegen tiefer in die Tasche greifen. Die Konsequenzen wären also «klar ungünstig», urteilt die Studie.
Um dies abzufedern, wäre die Kombinierung eines Einheitssatzes mit einer Verdoppelung des Steuerfreibetrags auf 30 000 Franken denkbar. Aber es bräuchte einen Einheitssatz von 6,1 Prozent, um die Ausfälle wettzumachen.
Davon wiederum wären die mittleren und oberen Einkommen besonders betroffen. Und dies hätte gemäss der Studie negative Auswirkungen auf Beschäftigung, Sparen und Kapitalgewinnung.
Auch Vorteile
Einer der Vorteile einer Flat Rate Tax wäre ihre Einfachheit, heisst es weiter. Es könnten verschiedene Abgrenzungsprobleme entfallen, und die Abstimmung zwischen persönlicher Einkommenssteuer und Gewinnsteuer zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung wären einfacher zu lösen.
Diese realen Einsparungen dürften denn auch zu weiteren Wachstumsgewinnen führen. Wie hoch diese ausfallen würden, sei schwer quantifizierbar.
(sda)

























