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Staatsbesuch
09. September 2010 17:50; Akt: 09.09.2010 18:07 Print
Wulff und Leuthard an der Uni
Bildungsabschlüsse müssen vergleichbar werden. Darin waren sich Doris Leuthard und Christian Wulff an einem Podiumsgespräch in der Universität Zürich einig.
Bundespräsidentin Doris Leuthard und der deutsche Bundespräsident Christian Wulff diskutierten am Donnerstagnachmittag zum Abschluss des deutschen Staatsbesuchs über Bildung, Forschung und Innovation in einer globalen Welt. Lob bekam die Schweiz von Wulff für den stabilen Rahmen und die gute Finanzierung von Forschung und Lehre.
Die Schweiz habe auch sehr früh erkannt, dass sie sich als kleines Land nicht ausschliesslich auf den eigenen Forschungsnachwuchs verlassen könne. Deshalb weise sie heute eine grosse Offenheit auf. Dies gelte auch für die Herkunft der Studierenden und Professoren an den Hochschulen, sagte Wulff.
Leuthard doppelte nach: Die Kritik, es gebe zu viele Ausländer an den Hochschulen sei falsch. Die Schweiz brauche die besten Köpfe, die nationale Herkunft müsse zweitrangig sein.
Wulff plädiert für Interdisziplinarität
Wulff wünschte sich «aus persönlicher Sicht» mehr Zusammenarbeit zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen. Dabei wollte er ausdrücklich die Geisteswissenschaften einbezogen sehen.
Mobilitätsprobleme und die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft liessen sich beispielsweise nicht allein naturwissenschaftlich lösen, sagte Wulff. Leuthard hatte vor allem mehr Nachwuchs und Anstrengung im technischen Bereich gefordert.
Für mehr Zusammenarbeit
Gleicher Meinung waren die beiden in der Frage verstärkter Zusammenarbeit. Dies biete sich an, weil die Bildungswesen beider Länder recht ähnlich seien. Wichtig sei dabei auch, dass Berufs- und Bildungsabschlüsse weltweit vergleichbar würden. Leuthard kündigte ein schweizerisch-deutsches Innovationsforum für 2011 an.
Die Podiumsdiskussion an der Universität Zürich war der letzte Programmpunkt der zweitägigen Staatsvisite des deutschen Bundespräsidenten. Am Morgen hatte er bereits die ETH Lausanne besucht.
(sda)


























