15. Januar 2007 12:52; Akt: 15.01.2007 12:57 Print

Nummernchaos: Feuerwehr soll «112» werdenNummernchaos: Feuerwehr soll «112» werden

Weil viele Anrufer einer mit «18» beginnenden Auskunftsnummer bei der Feuerwehr landen, soll die Feuerwehr an Stelle der «118» neu die «112» erhalten. Dies möchte das BAKOM. Eine «Krisensitzung» mit der Feuerwehr ist angekündigt.

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In ganz Europa sei die «112» die gemeinsame Notrufnummer von Polizei, Feuerwehr und Sanität. «Darum wäre es sinnvoll, die «112» ebenfalls in der Schweiz einzuführen», sagte der Direktor des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM), Martin Dummermuth, am Sonntagabend in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens.

Nun will der BAKOM-Chef die Feuerwehren davon überzeugen: Am 25. Januar werde beim BAKOM in Biel eine «Krisensitzung» zu dem Thema stattfinden, kündigte er an.

Bundesrat könnte beschliessen

Wie BAKOM-Sprecher Bernhard Bürki am Montag auf Anfrage sagte, werden Vertreter des BAKOM, des Schweizerischen Feuerwehrverbands und der Feuerwehr Koordination Schweiz daran teilnehmen. Baselland und St. Gallen hätten die «112» im übrigen bereits eingeführt; dort würden alle Anrufe bei den Nummern 117, 118 und 144 landen

«Das wäre das anzustrebende Modell», sagte der BAKOM-Sprecher. Am besten wäre es, wenn die Notfallorganisationen von sich aus bereit wären, zur «112» zu wechseln. Im Prinzip sei aber der Bundesrat dafür zuständig; dieser könnte beschliessen, die Verordnung über die Notrufnummern entsprechend zu ändern.

In der Schweiz sind seit dem 1. Januar 17 Auskunftsnummern, alle mit einer «18» beginnend, in Betrieb. Die Auskunftsnummer «111» der Swisscom wurde eingestellt. Häufig wird nun statt einer der neuen Auskunftsnummern die «118» der Feuerwehr gewählt.

(sda)