29. November 2007 12:58; Akt: 27.03.2009 15:00 Print

Umfrage: Mehrheit will Dienstwaffen verbannenUmfrage: Mehrheit will Dienstwaffen verbannen

Immer mehr Schweizer sprechen sich gegen die Aufbewahrung von Dienstwaffen in Privatwohnungen aus. Damit hat seit 2006 ein grundlegender Stimmungswechsel stattgefunden, wie zwei Umfragen von 20minuten.ch zeigen.

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Nach dem Todesschuss von Höngg wird die Aufbewahrung von Waffen in der heimischen Wohnung heftig diskutiert. Zwei Umfragen von 20minuten.ch zeigen, dass ein grundlegender Meinungsumschwung stattgefunden hat. So sprechen sich heute 57 Prozent der Umfrageteilnehmer gegen die Aufbewahrung von Dienstwaffen zu Hause aus. 2006 waren lediglich 38 Prozent der Befragten gegen die Aufbewahrung in den eigenen vier Wänden.

Waffen in Privatwohnung gefährlich

Doch auch in anderen Aspekten weichen die aktuellen Ergebnisse deutlich von jenen der Umfrage im Jahre 2006 ab. So sah eine Mehrheit von 51 Prozent einen Zusammenhang zwischen der Aufbewahrung von Dienstwaffen in Haushalten und der Häufigkeit von Suiziden und Familiendramen. 2006 bejahten lediglich 34 Prozent einen solchen Zusammenhang. Konsequenterweise sprechen sich daher auch 59 Prozent dagegen aus, dass Waffen nach dem Ende der Dienstzeit in persönlichem Besitz bleibt. In der letztjährigen Umfrage waren es 43 Prozent.

Hauptsächlich Sturmgewehr

Die Realität sieht anders aus. Fast 57 Prozent geben an, dass sie privat im Besitz einer Schusswaffe sind. Davon besitzen 23 Prozent sogar mehrere Waffen. Hierbei liegen Sturmgewehre und Karabiner mit 46 Prozent auf dem ersten Platz. Am zweithäufigsten werden Handfeuerwaffen wie Pistolen und Revolver in privaten Räumlichkeiten aufbewahrt. 33 Prozent geben an, dass sie eine Dienstwaffe zuhause aufbewahren müssen. 18 Prozent haben eine, weil sie ein entsprechendes Hobby ausüben. 11 Prozent fühlen sich mit einer Waffe sicherer zuhause.