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27. Mai 2007 08:32; Akt: 27.05.2007 15:24 Print
Dickenschelte: «Gaskammer und Scheiterhaufen»
CVP-Politikerin Ruth Humbel Näf forderte einen höheren Krankenkassen-Selbstbehalt für Dicke. Diese schlagen jetzt derb zurück: Die Nationalrätin erhielt in den letzten Tagen 30 Morddrohungen.
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Die Kampagne der Gesundheitsförderung
Die 49-jährige Nationalrätin aus dem Aargau ist «entsetzt über diese Aggressionen». Und wirklich die Drohungen sind hasserfüllt und geschmacklos, wie der «Sonntagsblick» aufzeigt:
Mit ihren Forderungen stach die Nationalrätin in ein Hornissennest.
Die Forderungen Ruth Humbel Näfs:
- Übergewichtige zahlen einen höheren Krankenkassen-Selbstbehalt, wenn sie nichts für ihre Gesundheit tun.
- Krankenkassen belohnen gesundes und bestrafen ungesundes Verhalten. Dieses Bonus-Malus-System soll über finanzielle Anreize funktionieren.
- Schule und Eltern sollen in die Pflicht genommen werden.
- Dicke sollen durch Sport und Ernährung ihren Pharmakonsum reduzieren und massiv Kosten sparen. Herz- und Kreislaufmedikamente sind die meistverkauften in der Schweiz.
«Wir bringen deine ganze Familie um!», äusserte sich ein anonymer Anrufer. Ein E-Mail-Schreiber: «Du wirst in der Gaskammer oder auf dem Scheiterhaufen enden!» Die Morddrohungen kamen aufs Telefon, aufs Handy und per E-Mail. Auch ihr Ehemann und die beiden Kinder im Teenager-Alter wurden von anonymen Anrufern bedroht. Ein Päckchen brachte Humbel Näf angsterfüllt zur Post zurück: Ihre unausgesprochene Befürchtung - eine Bombe.
Bislang wurde die Gesundheitspolitikerin insgesamt mindestens 30 Mal massiv bedroht, nachdem sie letzte Woche einen höheren Selbstbehalt für Dicke forderte, welche sich gesundheitsschädigend verhalten.
«Ich wurde als Rassistin beschimpft! Furchbar was wir alles lesen mussten», so Humbel Näf. Sie sei entsetzt über diese «aggressive, verbale Gewalt».
Auch CVP-Sekretariat betroffen
Negative Reaktionen gingen auch beim CVP-Sekretariat ein. Viele Mitglieder drohten mit Parteiaustritt. Die Partei lässt Humbel Näf mit ihren Forderungen auch alleine stehen: Vor der Fraktion fand ihr Vorschlag am letzten Freitag nicht die erhoffte Resonanz. Im Wahljahr will die CVP keine Experimente riskieren. Einzig der Luzerner Regierungsrat Markus Dürr, der sogar eine Fettsteuer auf dickmachende Nahrungsmittel fordert, hält noch zu ihr.
(pat)
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Alle 234 Kommentare




























Gute Idee - braucht noch mehr Detail - 1
Fakt ist das die meissten wirklich selbst schuld am Dick sein sind. Jedoch wuerde ich sagen das jeder Dicke eine aerztliche Untersuchung bekommen sollte,dann einen Diaetplan an den er sich zu halten hat und wenn das Gewicht dann nicht besser wird,sollte er selbst fuer die Behandlung zahlen muessen !
@suelim
Es geht mir primär nicht darum Frau Humbel in Schutz zu nehmen. Ich habe mich vielmehr an den Morddrohungen empört, welche ein Armutszeugnis für unser Land sind. Wenn wir aus Angst um unser Leben, unsere Meinungen nicht mehr frei äussern können, stimmt etwas nicht mehr.
KK sollten mehr machen...02
ins Koma sauffen müssen,die sollten dazu verdonnert werden alle Kosten selber zu berappen und dass dies nicht mehr über die KK laufen kann. Diese Jugendlichen Alkis sind mindestens so schlimm und verursachen riesen Kosten, direkt wie indirekt.