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25. Oktober 2007 18:39; Akt: 25.10.2007 22:03 Print
Feuer frei auf Walliser Wölfin
Der WWF hat auf einen Rekurs gegen die erteilte Abschussbewilligung für eine Wölfin im Walliser Chablais verzichtet. Die Umweltschutzorganisation erwartet aber das Auftauchen von Wolfsfamilien - und vom Bund griffige Konzepte für Schutzmassnahmen.
Der zuständige Walliser Staatsrat Jean-Luc Fournier hatte Ende September die 60-tägige Abschussbewilligung erteilt, nachdem der Wolf innerhalb von vier Monaten 41 Nutztiere gerissen hatte. Die Bewilligung werde nach wie vor verurteilt, schreibt der WWF. Dennoch werde auf einen Rekurs verzichtet.
Handeln müsse jetzt aber der Bund. So seien viele der in diesem Jahr vom Wolf verursachten Schäden einem mangelhaften Herdenschutz zuzuschreiben. Das Bundesamt für Umwelt müsse dafür sorgen, dass in Zukunft Klarheit bezüglich den zu treffenden Herdenschutzmassnahmen bestehe. So sei auf den in diesem Jahr betroffenen Alpen zu wenig getan worden, um die Wolfsübergriffe zu verhindern.
Griffige Massnahmen gegen zukünftige Rudel
Der WWF fordert den Bund auf, das revidierte Wolfskonzept so rasch als möglich in Kraft zu setzen. Dabei sollen die für die Praxis wichtigen Präventionszonen ausgeschieden und der Herdenschutz definiert werden. So bestehe bei den Schadenfällen zu wenig Transparenz. Die Kantone müssten verpflichtet werden, jeden Schadenfall und die getroffenen Herdenschutzmassnahmen zu dokumentieren.
Da laut dem WWF eine weitere Einwanderung von Wölfen und die Bildung von Wolfsfamilien zu erwarten ist, werden prioritäre Präventionszonen gefordert. In diesen Zonen sollen Herdenschutzmassnahmen von jedem Halter verlangt und Verluste in nicht geschützten Herden weder vergütet noch für die Abschussstatistik gezählt werden. Die vom Kanton Wallis für kommendes Jahr in Aussicht gestellten flächendeckenden Herdenschutzmassnahmen stellten aber einen Lichtblick dar.
(dapd)

























