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Cannabis
27. Juni 2008 07:57; Akt: 30.06.2008 15:19 Print
Europa zählt 13 Millionen Kiffer
Innerhalb der EU hat laut einer aktuellen Studie jeder Fünfte schon einmal in seinem Leben Cannabis-Produkte konsumiert. Trotz immer rigiderer Gesetze ist der Joint noch immer sehr beliebt – und die mit Abstand am weitesten verbreitete illegalisierte Droge Europas.
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Insgesamt mehr als 13 Millionen Europäer haben laut einer EU-Studie im vergangenen Monat Cannabis konsumiert. Schätzungsweise jeder fünfte europäische Erwachsene habe die Droge zumindest einmal in seinem Leben probiert, heisst es in einem zum Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch in Paris veröffentlichten Bericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD). Damit ist Cannabis die mit Abstand am weitesten verbreitete illegalisierte Droge in Europa.
Trotz aller Präventionsmassnahmen ist der Haschisch und Marihuana-Konsum in der EU weit verbreitet. (Bild: Keystone)
Über die Hälfte aus Eigenproduktion
Der EBDD-Studie zufolge stammen 80 Prozent des in Europa sichergestellten Haschischs aus Marokko. Der Schmuggel der Droge aus Thailand, Afghanistan und Pakistan sowie aus einigen zentralasiatischen Staaten und ehemaligen Sowjetrepubliken nehme jedoch zu. Allerdings habe der häusliche Anbau von Cannabis innerhalb des vergangenen Jahrzehnts den Markt in Europa verändert, heisst es in der 700-seitigen Studie. In Grossbritannien mache das im Inland angebaute Haschisch bereits die Hälfte des Angebots aus. Der THC-Gehalt beschlagnahmter Drogen ist über die Jahre leicht gestiegen.
Gesetze immer restriktiver
Die rechtliche Lage im Zusammenhang mit Haschisch und Marihuana wurden in vielen Ländern verschärft. In Dänemark, wo es bis 2004 nur Verwarnungen beim Konsum gab, werden wieder Geldstrafen erhoben. In Italien wurde die rechtliche Sonderstellung von Cannabis wieder beseitigt, in den Niederlanden, wo sich innerhalb eines Jahrzehnts die Zahl der «Coffee Shops» halbiert hat, soll mit einem nationalen Aktionsplan die Zahl der Raucher und Esser weiter gesenkt werden. In der Schweiz finden laut einer Umfrage von 20 Minuten Online 63 Prozent der Befragten die Bestimmungen des aktuellen Betäubungsmittelgesetzes zu Cannabis zu repressiv.
Die englische Version der EU-Studie im Internet: PDF-Download

























