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25. Mai 2008 00:16; Akt: 30.05.2008 16:12 Print
CIA ermittelte in der Schweiz
In der Atomschmuggelaffäre hat die USA offenbar Druck auf die Schweiz ausgeübt. Dem Bundesrat droht nun eine Untersuchung.
Der Bundesrat hat im November 2007 die Vernichtung von Akten angeordnet, die Ergebnisse einer Untersuchung gegen die Familie Tinner enthielten, wie Pascal Couchepin am Freitag bestätigte. Die drei Schweizer, der Vater und zwei Söhne, werden verdächtigt, Komponenten für den Bau einer Atombombe hergestellt und an Abdul Qadeer Khan, dem «Vater der pakistanischen Atombombe», geliefert zu haben.
Couchepin begründete die Schredderung der Akten mit der Gefahr, dass sie in falsche Hände hätten geraten können. Offenbar hat aber auch der Druck des US-Geheimdienstes CIA den Bundesrat dazu bewogen: Ein Dokument des hiesigen Inlandgeheimdienstes belegt laut «SonntagsZeitung», dass CIA-Agenten mit Schweizer Behörden über den Fall Tinner verhandelten. Die CIA hat ein Interesse an der Aktenvernichtung, um ihre Verbindungen zu den Tinners zu vertuschen.
Derweil hagelt es Kritik: Geri Müller, Präsident der Aussenpolitischen Kommission, fordert ein Untersuchungsverfahren gegen den Bundesrat – und wenn nötig die Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission. Niklaus Oberholzer, Präsident der Anklagekammer St.Gallen, sieht
die Gewaltentrennung verletzt.


























