Kniefall in Libyen

20. August 2009 17:23; Akt: 23.08.2009 18:02 Print

Merz entschuldigt sich bei GaddafiMerz entschuldigt sich bei Gaddafi

Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hat sich anlässlich einer Medienkonferenz in Tripolis für die Verhaftung eines Sohnes des libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi im Juli letzten Jahres entschuldigt. Die bilateralen Beziehungen seien wieder hergestellt und die beiden festgehaltenen Schweizer Geschäftsleute kämen demnächst frei.

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Bundespräsident Hans-Rudolf Merz (links) entschuldigt sich an der Presskonferenz mit dem libyschen Premierminister Baghdadi Mahmudi (rechts) in Tripolis am 20. August 2009. (Bild: AFP)

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Die Schweiz sei bereit, «sich für die ungebührliche und unnötige Verhaftung von Hannibal Gaddafi und seiner Familie durch die Genfer Polizei und für andere Schweizer Behörden zu entschuldigen», teilte das Eidg. Finanzdepartement EFD heute mit. Beide Staaten setzen zudem gemeinsam ein unabhängiges Schiedsgericht ein, um die Umstände der Verhaftung von Hannibal Muammar Gaddafi und seiner Gattin zu untersuchen.

Laut Mitteilung hat Bundespräsident Hans-Rudolf Merz heute in Libyen mit Premierminister Al Baghdadi A. El-Mahmudi einen Vertrag unterzeichnet, der die Krise beendet. Alle konsularischen Aktivitäten sowie die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen würden wieder aufgenommen, einschliesslich der Flugrechte und Ein- und Ausreisevisa für Schweizer und libysche Bürger.

Beide Parteien vereinbarten, je einen Vertreter des Aussenministeriums zu benennen mit dem Auftrag, die Wiederherstellung der bilateralen Beziehungen umzusetzen. Der in Libyen abgeschlossene Vertrag soll zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

Schweizer bald frei

Von der Vereinbarung profitieren auch die beiden festgehaltenen Schweizer, die in den nächsten Tagen ausreisen können. Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Libyen sind seit der vorübergehenden Verhaftung von Hannibal Gaddafi, Sohn des libyschen Herrschers Muammar Gaddafi, und dessen Ehefrau am 15. Juli 2008 in Genf belastet. Libyen hat danach verschiedene Retorsionsmassnahmen gegen die Schweiz ergriffen.

(rub/sda/dapd)

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  • budibutz am 25.08.2009 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Also,

    Merz hat schwachsinn betrieben, dies ist aber leider nicht mehr rückgängig zu machen... Das beste wäre jetzt abzuwarten, und sobald die Geiseln zurück in der Schweiz sind, alle Geschäftlichen Beziehungen mit diesem Schurkenstaat abbrechen. WIr können diesen kleinen Teil Rohöl auch anderswo beziehen

  • Jan am 24.08.2009 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Geiselnehmer Gaddafi...

    ... zuerst zwei CH Geschäftsleute als Geiseln nun noch einen CH Bundesrat. Absolut widerlich.

  • R. Holzmann am 24.08.2009 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    an Elsbeth B und alle die ähnlich denken

    Aber sonst gehts euch gut, ja? seit wann muss man sich entschuldigen, wenn man richtig handelt?! Es war richtig, dass man die Gaddafis verhaftet hat, damit hat man nur auf die Anzeige reagiert! Wen ihr jemanden anzeigt, wollt ihr doch auch das man handelt?! Eine Entschuldigung dafür ist echt daneben