10. Januar 2006 14:05; Akt: 10.01.2006 14:26 Print

VBZ testen Riesen- TrolleybusVBZ testen Riesen- Trolleybus

Ein Gigant für Zürichs Strassen: Vom 21. Januar bis 3. März testen die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) einen Doppelgelenk-Trolleybus.

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Sollte sich dieser bewähren, werden ab Mitte 2007 sukzessive 17 solcher Busse in Zürich eingesetzt. Die neuen Fahrzeuge können rund 200 Fahrgäste transportieren, wie Andres Türler, Vorsteher des Departements für Industrielle Betriebe, am Dienstag an einer Medienkonferenz in Zürich erklärte. Das seien etwa 50 mehr als in den üblichen Trolleybussen. Dies sei auch nötig, weil auf der Linie 31 (Schlieren-Hegibachplatz) erhebliche Engpässe vorhanden seien.

Erste Versuche im April 2004 zeigten, dass die Strecke grundsätzlich befahrbar ist. Der jetzige Testbetrieb des vierachsigen und rund 25 Meter langen Doppelgelenk-Trolleybusses (DGT) mit Niederflurtechnik soll die Befahrbarkeit im Linienbetrieb klären.

1,52 Millionen Franken pro Bus

Ab Mitte 2007 soll der DGT auf der Linie 31 oder auch der Linie 32 zum Einsatz kommen. Ein Fahrzeug kostet 1,52 Millionen Franken. Anpassungen an Haltestellen belaufen sich auf maximal 4 Millionen, Umbauten in der Garage auf rund 3 Millionen Franken.

Schlägt der sechswöchige Test jetzt allerdings fehl, werden die VBZ statt 17 DGTs wieder eine grössere Zahl herkömmlicher Gelenk- Trolleybusse anschaffen. Das erste solche Fahrzeug sollte dann spätestens im August 2006 durch Zürich kurven. Ein normaler Trolleybus kostet 1,17 Millionen Franken.

Der Trolleybus erlebe in verschiedenen Städten Europas eine Renaissance, sagte Türler weiter. Im Gegensatz zum Dieselbus stosse er kein CO2 aus. Er sei auch nicht abhängig von wechselnden Rohstoffpreisen. Obwohl der Trolleybus in der Anschaffung teurer ist, lohne sich aus diesen Gründen und auch wegen der längeren Lebensdauer die Anschaffung.

(sda)