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Mehraufwand für Unterhalt
19. Februar 2010 11:13; Akt: 19.02.2010 12:30 Print
SBB wollen mehr Schotter für die Schienen
Die Bahn braucht mehr Geld für ihr Schienennetz: Zukünftig erfordere der Unterhalt 850 Millionen Franken mehr. Rund 15 Prozent der Verspätungen gehen auf den schlechten Netzzustand zurück.
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Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB)
Die SBB brauchen in Zukunft deutlich mehr Geld für den Unterhalt ihres Schienennetzes: durchschnittlich 850 Millionen Franken im Jahr. So könne ein Nachholbedarf von 1,35 Milliarden Franken abgebaut werden, der in den letzten 15 Jahren angefallen ist. Das ergibt ein Bericht über den Zustand des Netzes, der sogenannte Netz-Audit, den zwei Beratungsunternehmen unter Begleitung des Bundesamts für Verkehr erstellt haben. Die Summe von 850 Millionen Franken übersteigt die im Finanzplan eingestellten Mittel um 60 Prozent, wie Max Friedli, der Direktor des Bundesamtes für Verkehr, vor den Medien in Bern sagte.
«Wir stehen noch nicht wie der Esel am Berg»: SBB-Chef Andreas Meyer.(Bild: Keystone)
Die Forderung der SBB nach mehr Geld erhält Unterstützung von der Eisenbahnergewerkschaft SEV. «Seit vielen Jahren weist der SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals darauf hin, dass die SBB zu wenig Zeit und Geld in den Netzunterhalt steckt», sagt SEV-Präsident Giorgio Tuti laut einer Mitteilung. Der SEV sieht sich durch den Bericht bestätigt und fordert den Bund als Eigentümer von SBB und Infrastruktur zum Handeln auf. «Zusätzliche Mittel sind unumgänglich; diese können auch nicht einfach andernorts beim öffentlichen Verkehr eingespart werden, denn das gesamte System läuft bereits an seinen Grenzen», so Tuti laut Mitteilung. Die Finanzierung müsse so ausgestaltet werden, dass der öffentliche Verkehr weiterhin gefördert werde. (mdr)
Verspätungen als Folge des fehlenden Unterhalts
Trotz des gestiegenen Aufwandes sei der Zustand des Schienennetzes aber mehrheitlich gut. Mehr als drei Viertel der Anlagen seien in gutem oder mittlerem Zustand, schreiben die SBB in einer Mitteilung. Infrastruktur in der Kategorie «schlecht» müsse in den nächsten Jahren ersetzt werden. Unmittelbarer Handlungsbedarf besteht laut SBB bei Anlagen in kritischem Zustand, welche es aber nur vereinzelt gebe. Die SBB schreibt, sie habe dort bereits Massnahmen geplant und zum Teil eingeleitet. «Wir stehen noch nicht wie der Esel am Berg», sagt SBB-CEO Meyer. Die SBB hätten noch Zeit, die Probleme anzugehen. Trotzdem hat der vernachlässigte Unterhalt bereits heute lästige Folgen: «15 Prozent der Verspätungen 2009 gehen auf den schlechteren Netzzustand zurück», sagt Meyer.
Hauptgrund für den Nachholbedarf und den zukünftigen Mehraufwand sei der Mehrverkehr und das steigende Verkehrsaufkommen, so der Expertenbericht. Seit 1995 ist die Netzbelastung um 47 Prozent gestiegen, alleine in den letzten acht Jahren um 17 Prozent. Gleichzeitig seien nicht mehr Mittel zur Verfügung gestanden, weshalb es nun zu einem sprunghaften Anstieg komme.
SBB-CEO Meyer bezeichnet den zusätzlichen Aufwand als Folgekosten von Bahn 2000. «Der Wein auf der Speisekarte ist teurer, als wir gedacht haben», sagt Meyer. Die öffentliche Hand werde nicht darum herumkommen, mehr in das Netz zu investieren. Falls sich die Bahn-Passagiere an den Mehrkosten beteiligen sollen, so Meyer, müsste diese Beteiligung moderat ausfallen. Die SBB selbst wollen mit Einsparungen ebenfalls einen Beitrag leisten. Ein Abbau von Verwaltungsstellen in der Division Infrastruktur sei bereits eingeleitet. SBB-interne Massnahmen ergeben laut Expertenbericht Einsparungen von rund 100 Millionen im Jahr.
Bund will Zweitmeinung einholen
Angesichts der finanziellen Tragweite habe das BAV eine unabhängige Zweitmeinung in Auftrag gegeben, sagte BAV-Direktor Max Friedli an der Medienkonferenz. Das Bundesamt habe aber keine grundsätzlichen Zweifel, dass für den Unterhalt des Netzes mehr Mittel benötigt würden. Das Eisenbahnnetz könne auch ohne sofortige Aufstockung der Mittel weiterhin sicher betrieben werden. Mittelfristig würde ein vernachlässigter Unterhalt aber zu mehr Störungen führen.
Der Bundesrat hatte im Dezember entschieden, dass die Finanzierung der Bahninfrastruktur den Bundeshaushalt kurzfristig nicht zusätzlich belasten soll. Dies bedeute, dass zusätzliche Mittel in anderen Bereichen des öffentlichen Verkehrs kompensiert werden müssten, hält das Bundesamt für Verkehr fest.
(mdr/am/sda)
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Alle 76 Kommentare




























SBB Unterhalt
Ich bin im Gleisbau bei der SBB und ich muss sagen das,woll erst etwas Passieren , wie z,B Entgleisungen so das die Herren und Damen da Oben was UNTERNEHMEN. PS; freie Fahrt für Alle
SBB-
das gejammer sollte endlich aufhören,man sollte den oberen herren den lohn pfänden,dann würde vileicht wieder normalität einkehren,d h,baut die bürokratie u.die automatisierung ab.
Automatisierung abbrechen?!
Wieso soll man das abbrechen, was in Zukunft viel einsparen wird? die Automatisierung ist eh in vollem Gange und soll auch zu Ende geführt werden... Gerade das immerhin die Betreibung des Schienennetzes günstiger wird. Bei der Bürokratie bin ich einverstanden!
Freiefahrt für alle
machen Wir eine Bundesbahn und zahlen mit unsere Steuern sowieso. Keine Billetautomaten, die all 3 jahre erneuert werden müssen -sparen 100,milionen keine Butget bedingten Erneuerungen am Schienen material. sparen 1000milionen Keine kontrollen- sparen 500 milionen. Keine geschäftsbedingten investitionen im ausland! mindestens 500 milionen . Hoher belibtheitsgrad bei allen reisenden , z.b. Turisten, welche immer die höchsten kosten fürs einmalige benutzen bezahlen.