Cleantech-Initiative

22. März 2010 15:05; Akt: 22.03.2010 15:56 Print

«Job-Motor» mit erneuerbarer Energie«Job-Motor» mit erneuerbarer Energie

Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren Energien: Dies ist das Ziel der Cleantech-Initiative. Die SP hat die Unterschriftensammlung lanciert.

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Die SP will mit erneuerbaren Energien Jobs schaffen. (Bild: Keystone)

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Die Initiative verlangt die Umstellung auf erneuerbare Energien wie Wasser-, Solar- und Windenergie. Bis 2030 soll der Energiebedarf mindestens zur Hälfte aus solchen Energien gedeckt werden. Das Ziel sei ambitioniert, aber realistisch, sagte SP-Fraktionschefin Ursula WyssDas ParlamentUrsula Wyss
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vor den Medien in Bern.

Wie genau es erreicht werden soll, lassen die Initianten offen. Sie halten fest, dass der Bund Innovation fördern sowie private und öffentliche Investitionen unterstützen soll. Zudem soll er Vorschriften über den Energieverbrauch von Anlagen, Fahrzeugen und Geräten erlassen.

100 000 neue Jobs

Die SP schätzt, dass mit der Umstellung auf erneuerbare Energien 100'000 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. «Wir wollen einen Job-Motor in Gang setzen», sagte Wyss. Gleichzeitig werde die Abhängigkeit vom Erdöl reduziert.

Heute flössen jährlich über 13 Milliarden Franken an erdölexportierende Staaten, sagte der Waadtländer SP-Nationalrat Roger NordmannDas ParlamentRoger Nordmann
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. Die Schweiz baue zu 80 Prozent auf fossile und atomare Energie. Dies sei unsicher, teuer, schade der Wirtschaft und verursache schwerwiegende Umwelt-Probleme.

Riesiger Wachstumsmarkt

Die Initiative der SP wird von den Gewerkschaften unterstützt. Ziel sei es, der Schweiz einen technologischen und wirtschaftlichen Quantensprung zu ermöglichen, sagte Martin Flügel, Präsident des Gewerkschaftsdachverbandes Travail.Suisse.

Er sprach von einem riesiegen Wachstumsmarkt. Dass sich die Schweizer Industrie einen Teil dieses Kuchens abschneiden könne, sei «von allergrösster Bedeutung». Giorgio Tuti, Vizepräsident des Gewerkschaftsbundes (SGB), hob die Bedeutung erneuerbarer Energien für die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs hervor.

Von andern Ländern überholt

Im Initiativ-Komitee ist auch die Branche der erneuerbaren Energien vertreten. Christoph von Bergen, Geschäftsführer des Bieler Unternehmens Sputnik Engineering, verwies auf die Entwicklung in anderen Ländern.

In der Startphase habe die Schweiz beim Solarstrom eine Leaderrolle innegehabt. Dann aber seien in Deutschland Rahmenbedingungen geschaffen worden, die einen richtigen Boom ausgelöst hätten. Die politischen Rahmenbedingungen seien wichtig.

«Die Schweiz darf bei diesem Zukunftsmarkt den Anschluss nicht verpassen», sagte der Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern, Andreas Rickenbacher. Das Land sei immer dann am stärksten gewesen, wenn es auf Innovation gesetzt habe. Die Initianten haben bis zum 16. September 2011 Zeit, die nötigen 100 000 Unterschriften zu sammeln.

(sda)