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Steuerstreit
28. Oktober 2008 23:30; Akt: 28.10.2008 23:36 Print
Steinbrück droht mit Schikanen an der Grenze
von Nico Menzato - Wenn die Schweiz im Steuerstreit nicht nachgibt, will der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück die Banken ausspionieren und die Schweizer schikanieren. Bundesrat Moritz Leuenberger wundert dies nicht.
Er fordere von der Schweiz, dass sie beim Verdacht auf Steuerhinterziehung die deutschen Behörden rechtzeitig und aktiv informieren würde, bekräftigte Peer Steinbrück in der ARD-Talkshow «Beckmann». Er bezeichnete das Schweizer Steuerregime als Angriff auf die Souveränität Deutschlands und drohte: Kooperiere die Schweiz nicht, dann müsse man sich wie im Fall Liechtenstein überlegen, wie man «den Geschäftsverkehr belasten» könne – im Steuerrecht, in der Finanzmarktaufsicht und im Zollrecht. Konkret bedeutet dies einerseits, dass der deutsche Finanzminister über einen Spionage-Angriff auf Schweizer Banken nachdenkt.
Peer Steinbrück im Gespräch mit Talkshow-Moderator Reinhold Beckmann. (Tages-Anzeiger)
Gerold Bührer (FDP)
Ursula Wyss (SP)
Christoph Mörgeli (SVP)
In Liechtenstein hat Deutschland die Daten von gegen
Weder das Aussendepartement noch das Volkswirtschaftsdepartement wollte gestern Stellung nehmen. Bei Politikern sorgt die neuerliche Attacke für Unverständnis, die SVP sieht gar Parallelen zu Nazi-Deutschland. Auch der Bundesrat hatte das Vorpreschen bereits als «inhaltlich und formal inakzeptabel» verurteilt. Nicht so Moritz Leuenberger: Wenn Parteien nach dem Zuckerbrot der Grossbanken gesteuert würden, so der SP-Bundesrat in seinem Blog, «müssten wir uns nicht wundern, wenn andernorts nach der Peitsche gegen unsere Politik gerufen wird – so deplatziert der Ausdruck auch ist».
Meinungen von Schweizer Politikern
Gerold Bührer (FDP)
Die Ausdrucksweise ist einmal mehr eines Ministers unwürdig und es wirft ein schiefes Licht auf Steinbrücks mangelnde Dossierkenntnis. Mit Drohungen ohne sachliche Substanz erreicht er keinen Dialog.
Ursula WyssDas Parlament
Ursula Wyss
SP, BE
auf MerklisteDetails (SP)
Die Aussagen von Peer Steinbrück bedeuten für mich nichts anderes, als dass Deutschland auch in der Schweiz die Daten von ausländischen Bankkunden beschaffen will. Die Situation ist ernst.
Christoph MörgeliDas Parlament
Christoph Mörgeli
SVP, ZH
auf MerklisteDetails (SVP)
Steinbrücks Drohung erinnert an 1934, als die Nazis bei der Einführung des Bankkundengeheimnisses massive Drohungen gegen die Schweiz ausstiessen und den Kapitalexport unter hohe Strafen stellten. Heute will Herr Steinbrück wie 1934 den «Geschäftsverkehr zur Schweiz belasten». Was wird dieser Mann wohl in fünf Jahren tun?
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Alle 326 Kommentare





























Steinbrücks Großdeutsche Reichsrhetorik
Die Staatsschuld von Deutschland pro Einwohner liegt mittlerweile bei 18.224 , die Staatsschuld der USA pro Einwohner beträgt mittlerweile 136.675 , ein Betrag der ohne Krieg oder staatlicher Wirtschaftskriminalität nie wieder zu tilgen ist.
Retten was noch zu retten ist!!
Ja ja Hr. Steinbrück. Retten was noch zu retten ist. Dabei sind ihnen sämtliche Mittel gut genug. Rethorik hin oder her. Aber vielleicht sollten sie mal dort anfangen wo diese Probleme herkommen. In Ihrem Haushalt!
Ahhhh...
Jetzt ists mir klar.... Mr. wezema... ich denke du hast ein anderes problem....
Steinbück
Liebe Schweizer, nicht aufregen, (nicht nur) für diese Aussage wird Herr Steinbrück bei den nächsten Wahlen in Deutschland die Quittung bekommen! Wenn ich mir die Deutsche Presselandschaft ansehe, kommt er da nach den dummen Angriffen auf die Schweiz auch nicht gut weg.