Schengen

12. Dezember 2008 11:58; Akt: 13.12.2008 06:54 Print

Nichts Neues am ZollNichts Neues am Zoll

Durch den Beitritt der Schweiz zum Schengen-Abkommen sind beim Grenzübertritt die systematischen Personenkontrollen weggefallen. Von der Änderung ist an Ostschweizer Zollämtern nichts zu spüren.

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Seit Freitag gehört die Schweiz zum grenzenlosen Schengen-Raum. Systematische Personenkontrollen sind nicht mehr erlaubt. Da die Schweiz aber weiterhin Waren kontrolliert, hat sich an der Grenze kaum etwas geändert (20 Minuten Online berichtete). Dies zeigt das Beispiel der Grenzübergänge in der Ostschweiz.

Zöllner können Ausweis verlangen

Die Grenzübergänge in Kreuzlingen im Kanton Thurgau und in St. Margrethen im St. Galler Rheintal als Beispiele sind nach wie vor besetzt. Äusserlich hat sich an der Grenze nichts verändert. Die Zöllner fragen nach Waren und lassen sich unter Umständen den Ausweis zeigen, wie Gaby Steller von der Bundesfinanzdirektion Südwest sagt. Die systematische Abfrage in den Fahndungssystemen entfalle aber.

Neu ist, dass sich die deutsche Bundespolizei von den Grenzen zurückzieht. Im deutschen Konstanz haben sich pünktlich um Mitternacht die diensttuenden Schweizer Grenzwächter und deutschen Zöllner vom Dienstgruppenleiter der Bundespolizei verabschiedet. Die Bundespolizei kontrolliert allerdings noch im grenznahen Hinterland.

Gleich viele Grenzwächter im Einsatz

In St. Margrethen haben die Reisenden vom Schengen-Abkommen ebenfalls nichts gespürt, wie Christian Schlegel, Leiter des Zollamts, auf Anfrage sagt. Die Grenzübertritte seien reibungslos verlaufen. Die Zahl der diensttuenden Schweizer Zöllner sei die gleiche geblieben, der Grenzübertritt dauere gleich lang.

Clemens Lutz vom Grenzwachtkorps III sagt, der Wegfall der systematischen Personenkontrollen sei für Reisende kaum spürbar, weil die Zollbestimmungen gleich blieben. Auf österreichischer Seite bleibe ebenfalls das meiste beim Alten.

(sda)