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Steuerknatsch
09. Dezember 2009 10:07; Akt: 09.12.2009 10:53 Print
«Es genügt nicht, nur auf Zeit zu spielen»
Wie soll die Schweiz auf den zunehmenden Druck ausländischer Steuerbehörden reagieren? Einer, der es wissen muss, gibt Auskunft zu Steuermodellen, Verzögerungs- und Salamitaktiken: Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein.
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Die Kritik werde mit dem Wechsel von der grauen auf die weisse Liste der OECD nicht verstummen, sondern in den nächsten Monaten eher noch zunehmen, so Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein in einem Interview mit der «Handelszeitung»: «Mit einer Salamitaktik sind die Probleme nicht mehr zu lösen». Es brauche vielmehr klare, mutige Strategien, ansonsten werde der Druck auch auf den Schweizer Finanzplatz weiter steigen. «Wir meinen, es genügt nicht, nur auf Zeit zu spielen», sagte das Staatsoberhaupt des Fürstentums.
Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein(Bild: Keystone)
Zu der von den Schweizer Banken vorgeschlagenen und von den Bundesbehörden geprüften Abgeltungssteuer sagte der Erbprinz, er bezweifle, dass sich dieses Modell international durchsetzen werde. Mit einigen Ländern könnte damit vielleicht eine Einigung erzielt werden. Andere Staaten würden dieses Modell aber nicht akzeptieren.
«Eine von verschiedenen Möglichkeiten»
Der Erbprinz verwies auf die Verhandlungen Liechtensteins mit Grossbritannien, das keine Bereitschaft gezeigt habe, sich mit einer Abgeltungssteuer zufrieden zu geben. «Ich sehe die Abgeltungssteuer nur als eine von verschiedenen Möglichkeiten, den internationalen Steuerdruck zu entschärfen, nicht aber als eine generelle Lösung für das Problem der Steuerhinterziehung», sagte Erbprinz Alois.
Liechtenstein hat mit Grossbritannien auf der Basis der Selbstdeklaration der Kunden ein Abkommen ausgehandelt, das den Schutz der Privatsphäre ohne Steuerumgehung ermöglichen soll. Die britischen Kunden müssen den Liechtensteiner Finanzinstituten ab 2015 darlegen können, dass die im Fürstentum platzierten Gelder legal versteuert sind.
(dapd)

























