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Ded Gecaj
06. September 2010 14:00; Akt: 06.09.2010 14:02 Print
Die Chronologie des St. Galler Lehrermords
Der St. Galler Lehrermord beschäftigt die Justiz in der Schweiz und in Kosovo seit mehr als elf Jahren. Die Chronologie.
11. Januar 1999: Ded Gecaj erschiesst im Realschulhaus Engelwies in St. Gallen den Lehrer seiner Tochter, Paul Spirig. Gecaj flüchtet in seine Heimat Kosovo.
26. Februar 1999: Gecaj wird in Kosovo festgenommen. In der Folge gesteht er gegenüber einem Untersuchungsrichter das Tötungsdelikt. Den Vorwurf, er habe seine Tochter missbraucht, streitet er ab.
14. Dezember 1999: Das Bezirksgericht St. Gallen verurteilt Gecajs Ehefrau zu einer Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren. Die Richter erachteten die Frau als mitschuldig an jahrelangen Misshandlungen der Tochter durch Ded Gecaj. Das Kantonsgericht reduziert die Strafe später auf zwei Jahre.
September 2000: Gecajs Ehefrau wird nach der Verbüssung der Strafe nach Kosovo ausgeschafft.
7. Dezember 2000: Ein Gericht in Kosovo verurteilt Gecaj wegen Totschlags am St. Galler Lehrer zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren. Gecaj verbüsst die Hälfte der Strafe; nach etwa zwei Jahren wird er entlassen.
2001: Gecajs Tochter wird im Kanton St. Gallen eingebürgert. Sie erhält eine neue Identität und lebt an einem unbekannten Ort.
2005: Die St. Galler Staatsanwaltschaft beantragt die Auslieferung Ded Gecajs aus Kosovo. Sie will den Lehrermörder noch immer in St. Gallen vor Gericht bringen. Sie wirft Gecaj Mord, aber auch sexuellen Missbrauch seiner Tochter vor.
13. August 2007: Gecaj wird in seinem Haus in Kosovo festgenommen und in Auslieferungshaft gesetzt.
März 2008: Das Oberste Gericht Kosovos (damals unter Uno-Mandat) lehnt eine Auslieferung ab. Gecaj wird auf freien Fuss gesetzt.
April 2009: Das Oberste Gericht Kosovos fällt einen neuen Entscheid: Ded Gecaj soll jetzt doch an die Schweiz ausgeliefert werden.
17. Mai 2010: Ded Gecaj wird in Kosovo festgenommen und erneut in Auslieferungshaft gesetzt.
11. Juni 2010: Die Schweizer Behörden bekräftigen gegenüber Kosovo formell das Auslieferungsgesuch für Ded Gecaj.
30. August 2010: Das Justizministerium in Kosovo gibt grünes Licht für Gecajs Auslieferung.
2. September 2010: Ded Gecaj (52) wird in Begleitung von Beamten der St. Galler Kantonspolizei in die Schweiz überführt.
(sda)

























