«Schutz vor Waffengewalt»

03. Juli 2009 19:03; Akt: 03.07.2009 19:12 Print

Armeewaffe bald nur noch mit Waffenschein?Armeewaffe bald nur noch mit Waffenschein?

Der Bundesrat lehnt die Volksinitiative «für den Schutz vor Waffengewalt» ab. Auch auf einen Gegenvorschlag wird verzichtet. Denkbar wäre aber laut Ueli Maurer, Militärwaffen nach Dienstende nur noch an Personen mit Waffenschein abzugeben.

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Der Bundesrat will Armeewaffen nicht ins Zeughaus verbannen und lehnt die Initiative «Schutz vor Waffengewalt» ab.

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Das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) ist nun beauftragt, dem Bundesrat bis im Spätherbst eine Botschaft zum Mitbericht zu unterbreiten. Es solle ein Botschaftsentwurf sein, der die Initiative ohne Gegenentwurf zur Ablehnung empfiehlt, bestätigte EJPD-Sprecher Guido Balmer eine Meldung der «Neuen Zürcher Zeitung».

Die Initiative verlangt, dass Militärwaffen nicht mehr zu Hause aufbewahrt werden dürfen, sondern im Zeughaus gelagert werden. Sie fordert einen Bedarfsnachweis für den Waffenerwerb und ein Waffenregister. Die Sicherheit - namentlich von Frauen - werde so erhöht, das Drohpotenzial gesenkt und Suizide verhütet.

Schutz vor Waffen intensiv diskutiert

Die Sicherheit vor Waffen wird derzeit intensiv diskutiert. So im Zusammenhang mit der Waffengesetz-Revision, die der Bundesrat im Mai ans Parlament überwiesen hat. Der Bundesrat schlägt vor, Munition und Waffen zu kennzeichnen und Waffenhandel zu dokumentieren. Auf ein Waffenregister will er jedoch verzichten.

Massnahmen werden auch im Verteidigungsministerium diskutiert. Bereits läuft ein Pilotprojekt, das bei der Rekrutierung das Gefahrenpotenzial genauer unter die Lupe nimmt.

Denkbar wäre laut Verteidigungsminister Ueli Maurer auch, die von der Initiative anvisierte Übernahme der Waffe nach Ablauf der Dienstpflicht künftig nur noch mit einem Waffenerwerbsschein zu ermöglichen.

(sda)