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10. September 2007 11:50; Akt: 21.09.2007 09:34 Print
Wahlrecht nur bis zur Rente
42 Prozent der heutigen Wählerinnen und Wähler im Rentenalter erleben die Umsetzung ihres Anliegens gar nicht. Die beiden Filmer Daniel Leuthold und Pascal Bergamin fordern daher provokativ: Wahlrecht nur bis 65!
«Im Prinzip ist es unsinnig, wenn Menschen nach dem 65. Lebensjahr noch abstimmen», fasst Filmer Daniel Leuthold die provokante Aussage seines Kurzfilms zusammen. «Sie sind bereits tot, wenn die heutigen Abstimmungsvorlagen in die Realität umgesetzt werden. 75 Prozent aller Verstorbenen sind über 65 Jahre alt.» Wenn also heute ein Rentner gegen die CO2 Abgabe stimmt oder eine Rentnerin sich gegen neue Krippenplätze ausspricht, haben sie mit den jeweiligen Auswirkungen ihrer Stimmabgabe nicht mehr viel zu tun – die Leidtragenden wären die jüngeren Generationen.
Alte Wähler erleben die Umsetzung der Vorlagen nicht mehr
Der Film «Lieber an die Urne als in der Urne» der beiden freischaffenden Autorenfilmer Daniel Leuthold und Pascal Bergamin wurde auf Agent-provocateur.ch veröffentlicht. Die Internetplattform ist ein unabhängiges Kulturprojekt und bietet Künstlern die Möglichkeit, pointierte Spots zu aktuellen Themen zu platzieren.
Wer ist fähig zu stimmen?
Daniel Leuthold will mit seinem Film eine Diskussion zum Thema anreissen: «Natürlich ist uns klar, dass auch die über 65-Jährigen an die Zukunft denken. Und natürlich ist ihre Lebenserfahrung und ihr Wissen für die Wahlen und Abstimmungen relevant.» Im Vordergrund steht somit nicht die tatsächliche Herabsetzung des Wahl- und Stimmrechtsalters, sondern der Denkanstoss: «Es geht uns darum, grundsätzlich über das Wahlrecht zu diskutieren. Was befähigt einen, abzustimmen und zu wählen? Hierzu gehört auch das Thema Stimm- und Wahlrechtsalter 16 Jahre.» Hier stelle sich ebenfalls die Frage, inwiefern die Jugendlichen überhaupt schon fähig seien, in der Politik mitzubestimmen.
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Tina Fassbind
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Alle 89 Kommentare




























Entmündigung auf der ganzen linie...
Wahlverbot für Senioren? Meinungsfreiheit mussten wir ja schon begraben! Wo ist denn also das Problem?
Wer Steuern zahlt, der stimmen können!
Nur wer Steuern zahlt soll stimmen können. Dann könnten die jungen Schmarotzer , die uns Alten soviel kosten, auch nicht stimmen.
Ist ja nur logisch...
...das die Linken das wollen. Da das Alter eher rechts wählt, kann ich die Linken (und Alternativen) verstehen, wenn sie das Stimmrecht im Alter begrenzen möchten. Rentner mit viel Lebenserfahrung lassen sich eben nicht so einfach "verscheissern" wie die Manipulationsgefärdeten Jungen.